Remscheid: Kesselwagen: Licht-Sponsor gesucht
VON JOACHIM RÜTTGEN - zuletzt aktualisiert: 14.11.2007Remscheid (RPO). Das grüne Prachtstück steht mittlerweile wieder im Originalzustand auf dem ehemaligen Gleisstück der Firma Frantzen an der Trasse des Werkzeugs. Der Kesselwagen der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein, der vor knapp zwei Wochen per 60-Tonnen-Kran auf die Gleise gesetzt und dann bei einem kleinen Bürgerfest getauft wurde, ist durch die Firma Vöpel, die für den Transport quer durch die Innenstadt verantwortlich zeichnete, fachmännisch mit dem Unterbau verschweißt worden.
„Auch die ehemaligen großen Transportschilder sind angebracht“, berichtete jetzt Dr. Rainer Frantzen. Er ist Vorsitzender des „Museumsvereins Destille Frantzen“, der sich den Waggon als Stück Industriegeschichte für Remscheid zum Preis von 1800 Euro gesichert hat. Die ersten Tage am neuen Standort hat der Kesselwagen gut überstanden, aber die Angst vor Schmierereien und Vandalismus ist groß. Am ersten Wochenende unternahmen Mitglieder des Bürgerkreises Stachelhausen Kontrollgänge.
„Es war schwierig, Polizei und Ordnungsamt dafür zu gewinnen“, meinte Frantzen. Als zusätzliche Sicherung wird die Firma Arno Seiferheld einen Zaun um den Kesselwagen setzen. Er soll bis spätestens nächste Woche stehen, sagte Frantzen. Beim Bürgerfest hat er viele Ideen von Bürgern gesammelt, wie der Waggon noch nachhaltiger geschützt werden könnte. „Eine super Idee fand ich den Vorschlag, in unmittelbarer Nähe einen 1000-Watt-Strahler mit Bewegungsmelder anzubringen."
"Idealer Standort wäre die RWE-Trafostation an der Ecke des kleinen Vorbaus gegenüber dem Backsteingebäude“, betonte Frantzen. Das erhöhe auch die Sicherheit für Spaziergänger. „Die Beleuchtung könnte so etwas wie ein Vorlauf für die beleuchtete Trasse sein, denn das war ja mal die ursprüngliche Idee.“
Er macht sich jetzt auf die Suche nach Sponsoren und will bei der EWR anfangen. Die Genehmigung durch das RWE für eine Beleuchtung an der Trafostation sei kein Problem, hofft er. Auch bei Polizei und Ordnungsamt stieß Frantzen mit seiner Beleuchtungsidee auf Zustimmung.
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