Remscheid: Knallbunte Orchester-Show
VON LENA WESTHOFF - zuletzt aktualisiert: 08.02.2010Remscheid (RPO). Beim Karnevalskonzert der Bergischen Symphoniker sorgten nicht nur die verkleideten Musiker für Stimmung. Auch die vielen Grundschüler mit ihren Tanz- und Akrobatikeinlagen brachten einen tolle Show auf die Bühne.
Pinguine mit quietschgelben Füßen, Einrad fahrende Jongleure und sogar ein Elch-Ballett – beim Karnevalskonzert mit den Bergischen Symphonikern am Samstag gab es viel zu hören und zu sehen. Viele der Musiker waren abenteuerlich kostümiert, und die ein oder andere knallige Perücke übertraf an Farbintensität die bunte Beleuchtung im Teo Otto Theater.
Mit Johann Strauß' "Leichtes Blut" sorgte das gut aufgelegte Orchester unter der Leitung von Thomas Holland-Moritz für einen flotten Einstieg ins Programm. Bei der "Petersburger Schlittenfahrt" von Richard Eilenberg, ließ die Kindergarde der Karnevalsgesellschaft Hohenstein munter die Beine fliegen. Der größte Teil des Konzerts war jedoch dem Thema Zirkus gewidmet. Bei "Erinnerungen an Zirkus Renz" von Gustav Peter ließ Solist Peter Hänsch im pfiffigen Clownskostüm die Schlägel auf dem Xylophon tanzen, sodass dem Publikum vom Zuschauen fast schon schwindelig wurde.
Die Symphoniker
Für Familien Neben ihren Philharmonischen Konzerten geben die Bergischen Symphoniker auch mehrere Familienkonzerte im Jahr. Das nächste ist am Samstag, 8. Mai, 16 Uhr im Teo Otto Theater. Es steht unter dem Motto "Carmen extra".
Nächster Termin Das nächste Philharmonische Konzert ist am Mittwoch, 10. März, 20 Uhr, im Teo Otto Theater.
Kinder tanzen tierisch
So geschwind wie das Orchester waren auch die Kinder der Remscheider und Solinger Grundschulen, die traditionell beim Karnevalskonzert mitwirken. 26 Kinder der Daniel-Schürmann-Schule hatten zu Brahms "Ungarischen Tanz" unter der Leitung von Beate Morvai ein tierisches Tanzvergnügen einstudiert. Vögel, Affen und schwarz-weiß befrackte Pinguine wirbeln über die Bühne, bis die gefährlichen Bären auftreten. Doch als diese sehen, wie die anderen Tiere ängstlich vor ihnen zurückweichen, fangen sie an zu weinen. Da überwinden die anderen ihre Furcht und am Ende tanzen alle gemeinsam. Die mit viel Liebe zum Detail einstudierte Choreographie klappte wie am Schnürchen und die Dritt- und Viertklässler waren mit ganzem Herzen bei der Sache.
Anschließend übernahmen zwei wortgewandte Zirkusdirektoren die Regie und kündigten das Zirkusprogramm der Solinger Grundschulen Westersburg, Klauberg und des Jugendheims an. Zu Julius Fuciks "Einzug der Gladiatoren" marschierten Köche auf, während bei der Furioso-Polka von Strauß Jongleure Diabolos von Schnur zu Schnur hüpfen ließen, Tücher durch die Luft warfen und Teller auf Stöcken balancierten. Auch die Einradfahrer und das Elch-Ballett begeisterten das Publikum.
Gemeinsam hatten die Kinder eine tolle Show auf die Beine gestellt. Da staunte sogar Käpt'n Blaubär, alias Solofagottist Peter Heider, der mit Matrosenmütze und Gummistiefeln "Der alte Brummbär" von Julius Fucik intonierte. Am Ende konnte man nur mit "leichtem Blut", dem Abschlussstück der Symphoniker, und guter Laune den Heimweg antreten.
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