Remscheid: Konsens: Lennep braucht eine starke Lobby
zuletzt aktualisiert: 06.09.2010Remscheid (RPO). Mehr Klarheit für ihren Stadtteil wünschen sich die engagierten Lenneper, die am Samstag bei der Mobilen Redaktion der BM zum Altstadtfest mit Redaktionsleiterin Kristina Hellwig und Mitarbeiterin über die Zukunft Lenneps diskutierten.
Klaus Kreutzer (Verkehrs- und Förderverein) erinnerte daran, wie viele Stadtenwicklungspläne entwickelt worden seien, "aber gemacht wurde nichts". Auch für die Verkehrsführung in der Altstadt wünscht man eine eindeutige Linie: Entweder solle die Stadt den Autoverkehr zulassen, dann aber mit allen Konsequenzen, also auch der Möglichkeit, an der Hertie-Kreuzung von der Kölner Straße geradeaus in die Altstadt zu fahren, oder ihn ganz verbannen, waren sich Kreutzer, Gunter Brockmann (Karnevalsgesellschaft), Roland Kirchner (W.i.R.) und Stadtführer Klaus Schmidt einig.
Diskussion um Parkverbot
Am Nachbartisch sprachen Thomas Schmittkamp, Dr. Gerhard Wollnitz (Lennep Offensiv), Bibiana Martz, Klaus Lellek (Grüne), Eckhart Schmoeckel (FDP) und Rolf Haumann (Kirchengemeinde) über das teilweisen Parkverbot auf dem Alter Markt während der Sommermonate. Es scheine sich für die Gastronomen gelohnt zu haben. Alle hätten die Außenbereiche ausgedehnt, teilweise in Tische, Schirme , Heizstrahler investiert.
Allerdings sei vielen Besuchern das Parkverbot nicht bewusst bewusst. Rolf Haumann allerdings berichtete, dass Kirchenbesucher an Feiertagen oder bei Konzerten Schwierigkeiten hätten, einen Parkplatz zu finden. Im Herbst solle man mit allen Beteiligten Bilanz ziehen, schlug Wollnitz vor. Er sieht insgesamt "eindeutige Anzeichen" für einen Stimmungsumschwung in der Altstadt: In jüngster Zeit hätten Geschäfte neu eröffnet, die zur Attraktivitätssteigerung beitragen.
Dass Lennep gleichwohl eine starke Lobby braucht, darin waren sich die Besucher der Mobilen Redaktion einig. So wurde auch der Ruf nach einem Gremium wie es einst der Marketingrat war, laut. In der Lenneper und Lüttringhauser Initiative für den Erhalt des Bürgerbüro sah man einen vielversprechenden Schritt. Die Wünsche in Richtung Remscheider Rathaus waren eindeutig: Bezirksbürgermeister Dr. Dieter Rohrweck beklagte, dass die Verwaltung nicht anerkenne, "was wir vor Ort Kundigen sagen", Klaus Kreutzer forderte: "Sagt uns doch mal, was geht und nicht immer, was nicht geht."
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