Remscheid: Kreutzer: Citymanager für Lennep
VON ALEXANDRA KEMP - zuletzt aktualisiert: 29.11.2006Remscheid (RPO). Der Verkehrs- und Förderverein Lennep will im kommenden Jahr Spenden für die Festbeleuchtung sammeln. Das sagt der Vorsitzende Klaus Kreutzer. In diesem Jahr finanzieren erstmals private Sponsoren die Beleuchtung, nachdem die Stadt Remscheid aufgrund ihres angespannten Etats dazu nicht mehr in der Lage war. Die Spendensammlung übernahm Andreas Meike vom Stadtmarketing.
Noch in diesem Jahr sollen außerdem die möglichen Mitglieder des neuen Lenneper Marketingrates zu einem ersten Treffen zusammen kommen, um ihre weitere Vorgehensweise zu beraten, sagt Meike, der das Treffen organisiert. Aus Vorgesprächen wisse er bereits, dass das Interesse an der Gründung eines neuen Gremiums groß sei.
Finanzierung über Arbeitsagentur
Für Kreutzer geht dieses Bemühen noch nicht weit genug. Er fordert, erneut einen Citymanager einzustellen, der sich um die Lenneper Belange kümmert. „Es muss jemand sein, der einen ganz klaren Aufgabenkatalog hat“, sagt Kreutzer und erinnert an die aus seiner Sicht „guten Erfolge“ von Dr. Michael Stettberger, der diesen Job vor Jahren inne hatte. Kreutzer ist klar, dass nicht die Stadt mit ihren Schulden einen Citymanager anstellen kann. Das müsse vielmehr ein Verein tun, der zur Finanzierung der Stelle Fördermittel bei der Agentur für Arbeit beantragen könne. Weil der Marketingrat bislang ein lockerer Zusammenschluss ohne Rechtsform ist, sei dieser dazu nicht in der Lage.
Ebenso wenig sieht Kreutzer den Verkehrs- und Förderverein dazu geeignet, das Ruder in Lennep zu übernehmen. Das gestatte schon die Satzung nicht, in der die Ziele von Kultur- und Heimatpflege verankert sind. „Wir wollen keine kommerziellen Interessen wahrnehmen, weil wir damit unseren gemeinnützigen Status gefährden.“
Zur Lösung Lenneper Probleme müsse man Geld in die Hand nehmen, betont Kreutzer. Das sei auch der Knackpunkt an dem von der Politik eingebrachten Vorschlag, die Stadtverwaltung möge neue Ideen zur Rettung des Stadtteils entwickeln. „Diese Probleme lassen sich durch reinen Idealismus nicht bewältigen“, sagt Kreutzer. Jetzt nach Hilfe aus dem Rathaus zu rufen, „klingt allenfalls unterhaltsam.
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