Remscheid: LEG: Keine Angst vor Verkauf
zuletzt aktualisiert: 28.01.2008Remscheid (RPO). Die Kernaussage war deutlich: Die Mieter der LEG-Wohnungen in Klausen sollten nicht in Panik verfallen. Vorerst werde sich nicht allzu viel für sie ändern. Gleich mehrfach wies Helmut Lierhaus, Sprecher des Aktionsbündnisses „Zukunft der LEG“ und sachkundiger Referent an diesem Informationsabend, darauf hin, ohne damit aber von den Problemen des Verkaufs der Landes-Entwicklungs-Gesellschaft an einen bisher noch unbekannten Investor ablenken zu wollen.
„Kein Verkauf“ sei nach wie vor die beste Lösung, sprach er den zahlreichen Besuchern der Veranstaltung im Gemeindesaal der evangelischen Kirche in Klausen aus dem Herzen. Dabei wurde ein Hoffnungsschimmer eher in der derzeit angespannten Lage auf den Finanzmärkten gesehen, die den Wert der LEG deutlich nach unten korrigierten, als in der Einsicht der Landespolitiker. Den Anfang hatte Rot-Grün gemacht, und Schwarz-Gelb hatte sich den Verkauf gar ins Koalitionspapier geschrieben, machte man seinem Ärger Luft.
„Und wie geht es weiter? Wer übernimmt die LEG?“ Die Frage konnte Helmut Lierhaus noch nicht beantworten, denn die Entscheidung ist noch nicht gefallen. Immerhin aber sei klar, dass auch ein Investor bestimmte Regeln einzuhalten habe, verwies Lierhaus auf gesetzliche und wirtschaftliche Regeln. So gebe es eine Sozialcharta, die zwar nicht ausreichend sei, aber immerhin bestimmte Schutzfunktionen erfülle. Eine Zehn-Jahres-Bindung sorge dafür, dass sich Mieter kurzfristig keine Sorgen um ihr Mietrecht zu machen bräuchten.
Zudem könne man in Klausen mit einer gewissen Gelassenheit dem Wechsel entgegensehen, weil auch ein „kapitalistisch orientiertes Unternehmen“ es sich kaum leisten werde, Mieter am Ort zu vergraulen. In Klausen gebe es bereits genügend leer stehende Wohneinheiten. „Ihre Wohnung ist nicht infrage gestellt“, betonte Lierhaus, „aber es wird sich einiges verändern. Ich habe den Eindruck, dass ein neues Unternehmen nicht sehr viel anders machen kann. Eine Vollvermietung geht nur mit zufriedenen Mietern.“ Auch wird es wohl eine Gewöhnungsfrist für Mieter und Wohnumfeld geben: „Ihr Ansprechpartner bleibt die LEG weiter mit Sitz in Düsseldorf und möglicherweise auch Regionalbüros.“
Beruhigend fürs erste, allerdings mit deutlichen Fragezeichen versehen. „Letztendlich hängt sehr viel von Ihnen ab“, wies Lierhaus die Mieter auf deren Möglichkeiten hin, mit ihrem Engagement auch auf den neuen Investor einzuwirken wie in den Jahren zuvor auf die LEG.
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