Remscheid: LEG-Mieter kämpfen gegen Verkauf
zuletzt aktualisiert: 24.08.2006Remscheid (RPO). Dem geplanten Verkauf ihrer Wohnungen durch die Landesregierung wollen die LEG-Mieter in Klausen nicht tatenlos zuschauen. Der Mieterbeirat der dortigen Wohnanlage ist darum jetzt der „Volksinitiative Sichere Wohnungen und Arbeitsplätze“ beigetreten. Die will erreichen, dass der Landtag sich noch einmal mit dem geplanten Verkauf beschäftigt. Der Verkauf von unter anderem insgesamt 100 000 LEG-Wohnungen ist Teil des Koalitionsvertrages zwischen FDP und CDU.
An zwei Wochenenden im September (16. und 23.) will der Beirat in Klausen an einem Infostand auf dem Parkplatz der Wohnanlage Unterschriften gegen den geplanten Verkauf sammeln. „Wir befürchten, dass der neue Besitzer die Mieten hochsetzt und die durch die LEG angefangene Instandsetzung nicht zu Ende bringt“, sagte Rosemarie Kasfeld, die neue Vorsitzende des Mieterbeirates gegenüber der BM.
Kauf unmöglich
Denkbar sei auch, dass die Wohnungen in Eigentum umgewandelt und dem Mieter zum Kauf angeboten werden. „Das können sich die meisten Menschen in Klausen aber nicht erlauben.“
Unterstützung erhalten die Mieter von den Remscheider Grünen, die am Infostand vertreten sein werden. Ein Brief an Oberbürgermeisterin Beate Wilding (SPD) blieb bislang ohne Antwort. Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) vertröstete die Mieter mit dem Hinweis, dass bislang noch nichts entschieden sei. Tatsächlich aber prüft derzeit ein Bankenkonsortium aus West LB und Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA im Auftrag der Landesregierung die verschiedenen Möglichkeiten des Verkaufes der LEG-Immobilien.
Die Gutachter hätten die Vorgabe, nach einer Lösung zu suchen, die Sozialstandards sowie die Wahrung des Mieterschutzes und der Interessen der LEG-Mitarbeiter garantiere, sagte Stephan Heuschen, Pressesprecher im Bauministerium, gestern auf BM-Anfrage. Im Herbst befasst sich der Landtag mit den Vorschlägen der Gutachter .
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



