Remscheid: Lennep – es regt sich was
VON ALEXANDRA KEMP - zuletzt aktualisiert: 05.01.2007Remscheid (RPO). Nachdem weiterhin kein Auftakttreffen des Marketingrates in Sicht ist, will nun ein Lenneper das Heft in die Hand nehmen: Gunther Brockmann lädt zu einem runden Tisch ein.
Dort, wo samstags bei gutem Wetter Menschen an den Tischen saßen und während des Lenneper Wochenmarktes frühstückten, herrscht nun Ödnis. Das Café-Restaurant „Dröppelminna“ hat zum Jahreswechsel geschlossen, eine weitere Hiobsbotschaft für die Altstadt (die BM berichtete). Die Krise ist spätestens jetzt nicht mehr zu übersehen, es muss sich etwas tun.
Noch nicht weit gediehen ist offensichtlich das Konzept, mit dem die Stadtverwaltung vom Rat Ende vergangenen Jahres beauftragt wurde. Vorschläge zur Attraktivierung der Altstadt soll es beinhalten. Bis zur Sommersitzung werde ein Ergebnis erwartet, sagt Andreas Meike vom Stadtmarketing. Mehrere Abteilungen wie beispielsweise die Wirtschaftsförderung und die Stadtentwicklung seien eingeschaltet. Die gute Absicht ist vorhanden: „Man darf nichts unversucht lassen“, sagt Meike. Doch selbst kümmern kann er sich um das Konzept erst dann, wenn die Eisbahn abgebaut ist – frühestens also ab nächster Woche.
Konzept muss noch anlaufen
Ähnlich verhält es sich mit dem neu zu gründenden Marketingrat. War zunächst die Rede davon, das Auftakt-Treffen noch im vergangenen Jahr abzuhalten, will sich Meike, der es organisieren muss, nun auf keinen festen Termin mehr festlegen. Unter der Hand ist vom Frühjahr die Rede. Das aber ist Gunther Brockmann zu spät. Der leidenschaftliche Lenneper, Vorsitzender der Karnevalsgesellschaft und Mitglied der Wählergemeinschaft, will schon in den kommenden Wochen ein Treffen einberufen.
Mit mehreren Beteiligten habe er bereits geredet, die er mit ins Boot holen will, darunter Karstadt Kompakt-Chef Steffen Siewert, Klaus Kreutzer, Vorsitzender des Verkehrs- und Fördervereins, und der evangelische Pfarrer Dr. Christian Kupfer. Sie alle haben ihr Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet und wollen mit Engagement dabei sein: „Lennep muss sich selber helfen“, sagt Klaus Kreutzer, der schon seit langem ein Treffen in kleinem Kreise anmahnt, am liebsten in Form eines Workshops.
Wichtigster Ansatzpunkt zur Verbesserung der Lage ist aus Sicht Brockmanns die Werbegemeinschaft, „die wir wieder ans Laufen kriegen müssen“. Die Geschäftsleute seien bereit, mitzumachen, es fehle ein Verantwortlicher, der genügend Zeit mitbringe, sich um die Belange der Altstadt zu kümmern. Nur eine funktionierende Werbegemeinschaft könne „anständige Feste aufziehen“, die potenzielle Kunden nach Lennep locken. Auch der Marketingrat müsse wieder belebt werden, sagt Brockmann, selbst wenn dies angesichts einiger Vereine, die sich überworfen haben, problematisch erscheine.
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