Remscheid: Lösung für den Knoten
VON HENNING RÖSER - zuletzt aktualisiert: 29.09.2006Remscheid (RPO). Für die seit Jahren diskutierte Rathaus-Umfahrt gibt es neue Ideen.
Lange Rückstaus auf der Alleestraße soll es an der viel befahrenen Kreuzung bald nicht mehr geben.Simulation spart Geld
Mikroskopische Verkehrsflusssimulation heißt die Technik, mit der Straßenbauvarianten, die in ihrer Umsetzung später einmal viel Geld kosten werden, virtuell und preiswert auf ihre Praxistauglichkeit getestet werden.
Was lange währt, scheint nun endlich gut zu werden. Bei der schon über Jahre gehenden Suche nach einer neuen Verkehrslösung für die so genannte Rathaus-Umfahrt (der Kreuzungsbereich von Hoch-/Allee-/Daniel-Schürmann- und Hindenburgstraße) sind Politik und Stadtverwaltung einen wichtigen Schritt weiter gekommen.
Mit gleich zwei Maßnahmen sollen die Rückstaus auf der Alleestraße, die sich in Spitzenzeiten bis hinunter zur Fabricius-Klinik ziehen, künftig vermieden werden.
Zum einen sollen aus Richtung Amtsgericht kommende Autofahrer künftig direkt nach links in die Hindenburgstraße abbiegen können. Bislang müssen sie „immer einmal um den ganzen Pudding rum“, wie es Hans-Otto Heming vom Bauamt jetzt in der Sitzung der zuständigen Bezirksvertretung Alt-Remscheid ausdrückte.
Noch wichtiger: Die Spur für die Rechtsabbieger in die Daniel-Schürmann-Straße soll verlängert werden. Bis zum Spielplatz an der Einmündung an der Ecke Marienstraße möchte die Stadt die Spur verlängern.
Der Effekt: Die Rechtsabbieger würden dann nicht mehr so schnell die Geradeausspur in Richtung Rathaus und Allee-Center blockieren. Derzeit, so erklärte Verkehrsplaner Udo Wilde im BM-Gespräch, reicht schon ein leicht schräg stehender Pkw, um den Knoten an dieser Stelle kurzfristig lahm zu legen. Vor allem die Busse der Stadtwerke kommen dann nicht mehr durch.
Veranschaulicht wurde der Politik die Situation durch eine Verkehrssimulation aus dem Computer. Wildes Kollege Wolfgang Pleiß hatte nach Zählungen der Verkehrsströme im Rechner ein virtuelles Abbild der Kreuzung geschaffen. Während die Politik diskutierte, flitzten rote, blaue und schwarze Striche über die Wand des kleinen Sitzungssaals im Rathaus.
Die Stadt wird nun für den Bauausschuss ein Papier schreiben, in dem auch die anfallenden Kosten für den Umbau aufgelistet werden. Nach den Herbstferien könnte hier entschieden werden.
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