Remscheid: Lösung für Lenneps Licht
VON ALEXANDRA KEMP - zuletzt aktualisiert: 05.12.2008Remscheid (RPO). Der Verein „Lennep Offensiv“ und der Verkehrs- und Förderverein finanzieren nun verschiedene Bereiche der Festbeleuchtung im Stadtteil. Die alte Kirchenhaube soll fürs Erste bleiben.
Seit kurzem brennt sie wieder: Gestern brachten Elektriker die letzten fehlenden Ketten für die Weihnachtsbeleuchtung in der Lenneper Altstadt an. Damit strahlen jetzt auch die Bäume an der Wetterauer Straße in festlichem Glanz – mit neuen LED-Lichterketten, die Energie und damit Kosten sparen.
Finanziert wurde diese Investition noch mit alten Spendenmitteln, die Stadtmarketing-Manager Andreas Meike aus vergangenen Jahren zur Verfügung standen. 2000 Euro waren in diesem Topf, sie werden für die Installation wohl aller Voraussicht nach aufgebraucht sein.
Für die weiteren Betriebskosten stehen der Verein „Lennep Offensiv“ und der Lenneper Verkehrs- und Förderverein gerade. Allerdings wurden die Zuständigkeiten offenbar aufgeteilt: Der Verkehrsverein hat nach Angaben des Vorsitzenden Klaus Kreutzer eine „Patenschaft“ für die Bäume am Bismarckplatz übernommen. Außerdem bezahlte der Verein die Installation weiterer Lichterketten in zwei Bäumen vor dem Kreishaus. Das habe rund 5000 Euro gekostet, berichtet Kreutzer.
Die Vereinbarung
Nach Worten von Stadtmarketing-Manager Andreas Meike verpflichten sich die Vereine in der Vereinbarung, Betrieb, Wartung und Reparaturen der Lenneper Weihnachtsbeleuchtung aus vorhandenen Spendenmitteln sicher zu stellen.
Die zu erwartenden Kosten sollen stets vor Beginn der Saison im Oktober festgestellt werden.
Zu dieser Lösung habe sich der Verein entschlossen, nachdem noch offene Fragen vom Stadtmarketing nicht in zufriedenstellender Weise beantwortet worden seien. Auch eine von Andreas Meike formulierte Vereinbarung, die die Vereine mit der Stadtverwaltung hätten schließen sollen, will der Verkehrsverein nicht unterzeichnen. „Da sind zu viele Unwägbarkeiten drin“, sagt Kreutzer auf BM-Anfrage. Der Verantwortung für die Altstadt-Beleuchtung wolle sich der Verein indes nicht entziehen, „wir sind überall mit an Bord, wenn es darum geht, die Beleuchtung zukunftssicher zu machen“, sagt Kreutzer.
„Lennep Offensiv“ hingegen hat die Vereinbarung mit der Stadtverwaltung unterschrieben und will jetzt einen Elektriker beauftragen, der sich einen Eindruck von der Lichterhaube auf der Evangelischen Stadtkirche in der Lenneper Altstadt verschaffen und lose Lichterketten wieder befestigen will. Für weitere Reparaturen soll er einen Kostenvoranschlag erstellen. „Wir kommen nicht weiter, wenn wir nicht wissen, was los ist“, sagt Vorsitzender Stefan Freund im BM-Gespräch. „Außerdem wollen wir ein Zeichen setzen, dass sich etwas tut“.
Bei einem Gespräch mit Vertretern der beiden Vereine und dem Stadtmarketing habe die Kirchengemeinde zwischenzeitlich signalisiert, dass sie die Lichterhaube auch in Zukunft zu dulden bereit ist, berichtet Andreas Meike. Fürs erste also wird auch der Kirchturm in gewohnter Weise über Lennep hinweg strahlen.
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