Remscheid: Lütteraten suchen Helfer
VON MAGDALENA RIES - zuletzt aktualisiert: 15.09.2010 - 10:54Remscheid (RPO). Mit ehrenamtlicher Mitarbeit wird der Betrieb der Stadtteilbüchereu in Lüttringhausen aufrecht erhalten.15 Stunden pro Woche leisten insgesamt die Ehrenamtler . Unter anderem scannen sie die Bücher ein.
Die „Lütteraten“ brauchen Unterstützung. Seit zwei Jahren kämpft der Förderverein für den Erhalt der Stadtbibliothek in Lüttringhausen. Mit viel Engagement, Enthusiasmus und Freude arbeiten dort bereits elf Ehrenamtliche als Büchereihelfer. Da die Stadt nach Angaben der „Lütteraten“ weitere Arbeitsstellen streichen will, benötigt die Bibliothek für ihr Fortbestehen zusätzliche Helfer.
Erika Traichel, Gründungsmitglied und Schriftführerin der „Lütteraten“, sucht junge und ältere Menschen, die Zeit und Lust haben, etwas zur Rettung der Stadtbibliothek beizutragen. Erika Traichel weist im Gespräch mit der BM darauf hin, dass es sich bei den Helfern um eine gemischte Gruppe handelt. „Die jüngste Bücherreihelferin ist zurzeit eine 16-jährige Schülerin und nach oben hin gibt es keine Altersbeschränkungen“. Die Schüler bekommen auch ein Zeugnis für ihre Arbeit, was für spätere Bewerbungen oft hilfreich sein kann.
Die Arbeitszeiten können sich die Freiwilligen selbst aussuchen, meist werden Schichten von zwei bis drei Stunden vergeben, erklärt Erika Traichel. Geöffnet ist die Bibliothek von Dienstag bis Samstag.
Die Aufgaben der Ehrenämtler bestehen größten Teils in der Ausgabe, der Annahme und dem Einsortieren der Bücher. „Einen Computer zu beherrschen, ist gut“, sagt Erika Traichel, sei aber nicht unbedingt erforderlich. „Hauptsächlich geht es darum, Bücher einzuscannen.“ Außerdem werden alle Helfer zu Beginn ausführlich eingearbeitet und während der Arbeitszeiten ist auch stets eine Bibliothekarin als Ansprechpartnerin anwesend.
Ehrenamtliches Engagement lohnt sich und das in mehreren Hinsichten, sagt die „Lütteratin“. Die Arbeit habe eine starke soziale Komponente, „gerade Alleinstehende sind hier schon regelrecht aufgeblüht“. Die Arbeit im Team, das Gefühl, eine Aufgabe zu haben und Einblicke in ein interessantes Berufsfeld - all das bringe die Menschen weiter.
Der Hintergrund dieses Aufrufs sind Sparmaßnahmen der Stadt Remscheid. Als 2008 die Schließung der Bibliothek in Lüttringhausen drohte, gründete sich der Förderverein. Seitdem unterstützten die „Lütteraten“ die Bibliothekarinnen durch freiwillige Büchereihelfer, sammeln Spenden und bieten Vorlesenachmittage an. In dem Vertrag mit der Stadt haben sich die „Lütteraten“ dazu verpflichtet, sieben bis neun Stunden der Bibliotheksarbeit wöchentlich abzudecken.
Mittlerweile arbeiten die Ehrenamtlichen schon 15 Stunden die Woche, sagt Erika Traichel. Weitere Hilfe werde daher dringend benötigt.
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