Remscheid: Lüttringhausen – das Fest
VON STEFANIE BONA - zuletzt aktualisiert: 22.09.2008Remscheid (RPO). Mit dem erstmaligen Einschalten der neuen Rathaus-Beleuchtung begann ein Super-Feier-Wochenende zum 100. Geburtstag des Gebäudes. Die zig Meter lange Benefiz-Kottenwurst war in Rekordzeit verkauft.
Schon häufig haben die Lüttringhauser ihren Zusammenhalt und ihren Spaß an fröhlichen Stadtfesten bewiesen. Aber das Bürger- und Vereinsfest zum 100-jährigen Bestehen des Rathauses gehört mit Sicherheit zu den Veranstaltungshighlights der letzten Jahre. Ab dem frühen Freitagabend verwandelten sich der Platz vor dem historischen Schmuckstück und die benachbarten Straßen in eine einzige Feiermeile.
Eingeheizt von der Party-Band „Jokebox“ war die Stimmung bereits bestens, als der Countdown für das erstmalige Anschalten der neuen Rathausbeleuchtung regelrecht inszeniert wurde. Trauben von Menschen versammelten sich entlang der Kreuzbergstraße, um ein Bild von der neuesten Lüttringhauser Errungenschaft zu bekommen. Genau wie viele andere Privatpersonen, Firmen und Gruppierungen hatte auch Irmgard Kohrs für die Anschaffung der Leuchtmittel gespendet und war ausgewählt worden, die 14 Strahler zum ersten Mal einzuschalten. „Unser schönes Lüttringhauser Rathaus, es soll leuchten““, rief die Lüttringhauserin begeistert ins Mikrofon – und Hunderte von Bürgern legten den Kopf in den Nacken und blickten erwartungsvoll zum Turm. Begleitet von großem Applaus setzten sich Balkone, Fenster und Holzwerk in hellem Licht von der frisch renovierten Fassade ab. Fortan werden sie jeden Abend bis nach Remscheid und nach Ronsdorf strahlen.
Vereinsfest
Mehr als 40 Gruppen beteiligten sich mit Ständen und Beiträgen zum Bühnenprogramm am Bürger- und Vereinsfest.
Organisatior war der Heimatbund, der ein Jahr lang die Feierlichkeiten geplant und mit großem Erfolg auch die Spendenaktion für die neue Rathausbeleuchtung ins Leben gerufen hatte.
Ergänzt werden die 14 an Masten hängenden Scheinwerfer im nächsten Frühjahr noch durch Bodenstrahler.
Zu feiern wussten die Lütterkuser dann auch am Samstag. „Ist das kuschelig eng hier“, meinte ein Besucher, der sich zur Mittagszeit durchs Gedränge schob. Und die Benefiz-Verkaufsaktion der rekordverdächtig langen Kottenwurst wurde zu einem Megaerfolg: Keine zwei Stunden nach Verkaufsstart war von der über 50 Meter langen bergischen Delikatesse kein Fitzelchen mehr übrig. Wer erst am Nachmittag zum Bürgerfest kam, schaute in die Röhre. „Wahnsinn! Super! Das Wetter hat mitgespielt, und die Lüttringhauser haben sich einfach über unsere Idee gefreut“, schwärmte Initiator Salvatore Lerose, der mit seinen Mitstreitern Marcus Weber von der Metzgerei Nolzen und Peter Beckmann, Chef der gleichnamigen Bäckerei, die Aktion „Bergisch Gourmet für Licht“ ins Leben gerufen hat. Der Verkaufserlös von 1470 Euro soll je zur Hälfte dem Förderverein „Die Lütteraten“ und für die Rathausbeleuchtung gespendet werden.
Von der Stimmung und der außergewöhnlichen Atmosphäre, die sich rund um den Bandwirkerbrunnen verbreitete, zeigten sich die Besucher voll des Lobes. Vereine, Schulen und Kindergärten präsentierten sich, und auf der Bühne spielte sich den ganzen Tag ein Programm mit vielen tollen Beiträgen ab. Und die Menschen im „Dorf“ kamen aus dem Feiern gar nicht mehr raus: Nahtlos schloss sich gestern der große Bauernmarkt auf der Gertenbachstraße an (Berichterstattung folgt).
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