Remscheid: Mit Experimenten lernen
VON STEFANIE BONA - zuletzt aktualisiert: 25.01.2010Remscheid (RPO). Auf der ersten Remscheider Weiterbildungsmesse präsentierten zwölf Aussteller ihr Programm. Das Angebot mit Vorführungen, Beratung und Infomaterial stieß im Allee-Center auf reges Publikumsinteresse.
Als vollen Erfolg werteten die Initiatoren die erste Remscheider Weiterbildungsmesse, für die das Allee-Center am Samstag ein viel beachtetes Forum war. Mit Einkaufstüten in der Hand blieben die Passanten an den Ständen der verschiedenen Bildungsträger stehen, studierten aufmerksam das ausgelegte Informationsmaterial und suchten zudem das Gespräch mit den Bildungsfachleuten. Unter dem Motto "Weiter mit Bildung in RS" war unter Federführung der örtlichen Volkshochschule (VHS) ein vielfältiges Programm gestrickt worden, das Information mit Unterhaltung verknüpfte.
Auf der Bühne gab es zur Eröffnung physikalische Experimente, bei denen auch Oberbürgermeisterin Beate Wilding ins Staunen geriet. "Es läuft ganz wunderbar", freute sich angesichts des großen Interesses die kommissarische VHS-Leiterin, Nicole Hauser-Grüdl. Im industriell geprägten Remscheid nahm die Fortbildung im gewerblich-technischen und kaufmännischen Bereich zwangsläufig breiten Raum ein. Genauso wurden aber auch die Wachstumsmärkte "Gesundheit", "Pflege" und "Ernährung" mit speziellen Workshops angesprochen. Kulturelle Weiterbildung, die am Stand der Akademie Remscheid besonders die Generation "55 plus" ansprechen sollte, wurde nicht ausgespart.
Erste Messe dieser Art
Wer? Zwölf Bildungsanbieter sowie die örtliche Arge und Arbeitsagentur informierten im Allee-Center bei der ersten Remscheider Weiterbildungsmesse über ihr Angebot.
Was? Die berufliche Qualifizierung stand dabei im Mittelpunkt. Vorbilder Derlei Veranstaltungen haben in vielen anderen Städten Tradition. Beispielsweise gibt es in Köln, Berlin oder Hannover Job-, Aus- und Fortbildungsmessen, bei denen regelmäßig aktuelle Trends im Bereich der beruflichen Weiterbildung aufgegriffen werden.
Ganz gezielt waren Klaudia Nawratowicz und Katharina Wojtowicz zur Weiterbildungsmesse gekommen. Sind doch die beiden Altenpflegerinnen derzeit auf der Suche nach einem Fortbildungsangebot, das sie nach Feierabend absolvieren können. Am Messestand des Käthe-Kollwitz-Berufskollegs wurden sie fündig. "Drei Semester Abendschule im Bereich Sozialmanagement – das ist optimal", freute sich Klaudia Nawratowicz nach einer Beratung durch die Experten.
In Zeiten der Wirtschaftskrise und den damit verbundenen Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt wird Erwerbslosen gemeinhin empfohlen, die freie Zeit zur weiteren Qualifizierung zu nutzen. Bei diesem Thema standen die Experten der Arbeitsagentur und Arge Remscheid zur Verfügung, die mit zahlreichen Bildungseinrichtungen kooperieren und unter Umständen Weiterbildung fördern. "Allerdings muss man berücksichtigen, welche Maßnahmen individuell sinnvoll sind, um tatsächlich bessere Chancen auf einen neuen Job zu haben", schränkte der stellvertretende Geschäftsführer der Arge-Remscheid, Jürgen Mehls, ein. Die Botschaft der Messe, deren Logo der Veranstaltung ein einheitliches Bild gab, ist klar: "Wer hier raus kommt, ist schlau." Unter diesem Slogan stellte die VHS ihr Bildungsprogramm vor.
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