Remscheid: Musikschule – Gespräche mit Wuppertal
VON CHRISTIAN PEISELER - zuletzt aktualisiert: 27.05.2010Remscheid (RPO). Zu einem Gespräch über eine Zusammenarbeit sind Vertreter der Musikschulen aus Remscheid und Wuppertal zusammengekommen. Bei dem Gespräch wurde vereinbart, Daten auszutauschen, sagte Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann.
Mitglieder der Arbeitsgruppe sollen eine Basis für einen Vergleich beider Schulen zusammenstellen. Wie sehen die Angebote aus? Wie ist die Raumsituation bestellt? Wie groß ist die Zahl der Schüler? Wie werden die Angestellten vergütet? Wie viele Honorarkräfte sind im Einsatz? Wie stark ist die Verwaltung besetzt? – Das sind einige der Fragen, die beantwortet werden müssen, um zu erkennen, ob Kooperationen möglich sind.
"Unser Bestreben ist es, eine Schließung der MKS zu verhindern", sagte Henkelmann. Dabei sollen zwei Wege geprüft werden: die Zusammenarbeit mit anderen Kooperationspartnern und eine Privatisierung. Partner für die Musik- und Kunstschule (MKS) sucht Henkelmann nicht nur in Wuppertal, sondern im gesamten Bergischen Land.
Nach seinen Worten steht die Zukunft der Musik- und Kunstschule unter zwei Prämissen: Verringern sich die Kosten für die Stadt und kann eine neu aufgestellte MKS ihre kulturpolitischen Aufgaben dann noch erfüllen. Bei den anstehenden Veränderungen sei es entscheidend, die Mitarbeiter von den Umstellungen zu überzeugen.
Die Musik- und Kunstschule erhält von der Stadt pro Jahr einen Zuschuss in Höhe von 800 000 Euro. Oberbürgermeisterin Beate Wilding hat die Institution ins Sparpaket aufgenommen und Prüfaufträge erteilt. Seit dem Ausscheiden von Thomas Holland-Moritz im vorigen Jahr ist die Stelle des Leiters der MKS nicht mehr besetzt. Ludwig Hoppe, Vorsitzender des Fördervereins, hat eine Postkartenaktion zum Erhalt gestartet.
Bisher sind um die 260 Postkarten auf dem Schreibtisch der OB eingetroffen. "Erhaltet die Musik- und Kunstschule" oder "Ich will, dass meine Kinder ein Instrument erlernen", schreiben die Absender. Die Postkartenaktion ist auch ein Testlauf für ein Bürgerbegehren. Der Förderverein hat unter www.musikundkunstschule-remscheid.de eine Homepage für sein Anliegen eingerichtet.
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