Remscheid: Nils modelt für Sozialkaufhaus
VON DÉSIRÉE LINDE - zuletzt aktualisiert: 08.09.2010Remscheid (RPO). Nils Koch to Krax (19) nimmt an einem Fotoshooting am Tag der Remscheider Unternehmen teil. "Wir wollten zeigen, dass man im Sozialkaufhaus nicht nur Jeans bekommt", sagt Gabi Marx von der Werbeagentur Marxböhmer.
Wenn Nils Koch to Krax künftig durch Remscheid läuft, wird ihm sein eigenes Gesicht von Plakaten in Überlebensgröße anlachen. Eine bayrische Trachtenjacke, ein blaues Hemd, Hosenträger und eine grüne Cordhose wird der 19-Jährige dann vermutlich tragen. "Die Lederhose passte mir zum Glück nicht", sagt der junge Mann und lacht.
Zwei Männer, drei Frauen
Nils Koch to Krax ist eines von fünf Models – zwei Männer und drei Frauen – die künftig Werbung für das Sozialkaufhaus machen sollen und deshalb Kleidungsstücke aus dem Fundus des Kaufhauses tragen und präsentieren werden. Beim offenen Tag der Remscheider Unternehmen "Wirtschaft erleben", den die Wirtschaftsjunioren für Samstag, 11. September, organisieren, findet das Fotoshooting in der Werbeagentur Marxböhmer statt. Jeder kann dabei zuschauen. Die Epe Malerwerkstätten stellen die Räume zur Verfügung und dekorieren die Kulisse mit Farbe und Tapeten.
Die Aktion
Fotoshooting Samstag, 11. September, 10 bis 16 Uhr.
Wo? Hindenburgstraße 60.
Wirtschaft erleben Über 70 Unternehmen öffnen am Samstag ihre Tore. Details zum Programm unter
"Ich find' es gut, sowas ehrenamtlich zu machen", sagt Nils Koch to Krax. Weil das Fotoshooting für ihn unter dem Motto "Oktoberfest" steht, wird er in die bayrische Tracht schlüpfen. Die anderen Themen sind "casual" (lässig) und Glamour. "Wir wollten zeigen, dass man im Sozialkaufhaus nicht nur Jeans bekommt", sagt Gabi Marx von der Werbeagentur Marxböhmer. Die Models werden geschminkt und frisiert.
Für Nils Koch to Krax ist das gar nicht so neu. So richtig gemodelt hat der Student zwar noch nicht. Allerdings wurde er schon einmal live auf der Bühne frisiert. Sein Friseur hatte den 1,93 Meter-Mann angesprochen, ob er nicht Lust dazu hätte. Er hatte. "Ich glaub', meine Wirbel lassen sich recht gut frisieren", sagt Nils, der gerade ein Duales Studium als Bauingenieur begonnen hat. Modeln als Beruf kommt für nicht in Frage – und in der Familie liege das Modeln noch weniger. "Also das Fotogene hält sich bei uns in Grenzen", sagt Nils und lacht. Das sahen die Experten der Werbeagentur anders. Denn nicht nach Alter oder allein einem schönen Gesicht wählten sie ihre Models aus, sondern "wie sie auf den Probefotos rübergekommen sind", sagt Gabi Marx.
Das Alter der fünf Models reicht von 19 bis Anfang 40. Zwei bis vier Wochen später sollen die Plakate und Anzeigen fertig sein. Marx würde sich über weitere Sponsoren freuen, damit die Plakate in höherer Auflage gedruckt werden können – und Nils in bayrischer Tracht in vielfacher Ausfertigung in der Stadt zu sehen wäre.
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