Remscheid: Noch kein Risikogebiet für Vogelgrippe
zuletzt aktualisiert: 19.07.2007Remscheid (RPO). Nach fast elf Monaten Ruhe sind erstmals wieder Vogelgrippe-Fälle in Deutschland aufgetreten. Bei Wildvögeln in Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wurde das H5N1 Virus nachgewiesen, ebenso in den Nachbarländern Frankreich und der Tschechischen Republik. Das Friedrich-Löffler-Institut hat die Seuchengefahr daher jetzt für ganz Deutschland als hoch eingestuft.
Nicht im Freien füttern
Solingen und Remscheid wurden bisher nicht als „Risikogebiet“ ausgewiesen, darauf weist Amtsveterinär Ernst-Otto Muhs hin. Deshalb gebe es auch hier keine Pflicht, das Geflügel aufzustallen. Weiterhin verboten sei es jedoch, Geflügel im Freien zu füttern. Dadurch würden möglicherweise infizierte Wildvögel angelockt. Ein Verbot könne jedoch folgen, wenn vogelgrippe-infizierte Tiere in Nordrhein-Westfalen gefunden werden.
Um dann schnell und wirksam handeln zu können, sei es unbedingt notwendig, dass alle Geflügelhalter dem Veterinäramt bekannt sind, betont Muhs und weist ausdrücklich auf die Pflicht hin, die Haltung von Hühnern, Enten, Gänsen, Fasanen, Perlhühnern, Rebhühnern, Tauben, Truthühnern oder Wachteln unabhängig von der Größe des Bestandes anzumelden. Treten in einem Geflügelbestand vermehrt Todesfälle auf, muss der Amtstierarzt umgehend benachrichtigt werden.
Tauben keine Überträger
Für das gefährliche H5N1 Virus sind Wasservögel besonders empfänglich. Tauben erkranken fast nie und gelten nicht als Überträger. Werden tote Wasserwildvögel in der Natur gefunden, sollten sie unbedingt der Feuerwehr gemeldet werden, so dass eine eingehende Untersuchung eingeleitet werden kann.
Tote Vögel sollten nicht mit bloßen ungeschützten Händen angefasst werden. Die Gefahr, dass sich Menschen mit dem Vogelgrippevirus infizieren, sei gering, erklärt Muhs. Hierzu sei intensiver, längerer Kontakt mit erkrankten Vögeln notwendig, so wie in einigen asiatischen Ländern geschehen.
Meldungen ans Veterinäramt Remscheid/Solingen, Tel. 02 12/290 44 07, Fax 02 12/29 04 409, oder per Mail an: veterinaeramt@solingen.de
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