Remscheid: „Nur integrativ möglich“
zuletzt aktualisiert: 25.01.2008Remscheid (RPO). Peter Nowak , Leiter der Abteilung „Tageseinrichtungen für Kinder“ bei der Stadt Remscheid, erfuhr erst über die BM, dass die Finanzierungsgrundlage des Kinderhauses zusammenbricht. Über die Bemühungen der kleinen Einrichtung, in den Genuss einer Förderung durch die öffentliche Hand zu kommen, sei er seit 2002 informiert. Immer wieder habe er Gespräche geführt. Nowak: „Ich habe versucht, Wege aufzuzeigen, die zu einer förderfähigen Regeleinrichtung führen. Auf diese wurde aber nicht eingegangen.“
Rechtlich betrachtlich sei das Kinderhaus eine Einrichtung außerhalb des GTK mit Betriebserlaubnis für zwölf bis 13 Kinder. Die Heimaufsicht habe das Landesjugendamt. Wollte die Einrichtung wie alle anderen Kindergärten bezuschusst werden, müsse sie bestimmte Auflagen erfüllen. So schreibe das Gesetz eine Mindestgruppen-Größe von mindestens 20 Kindern vor. „Gefördert werden heutzutage nur integrative Einrichtungen, ob es sich nun um hochbegabte oder behinderte Kinder dreht: Sie sollen nicht nur unter sich bleiben“, betonte Nowak. Ein weiterer Punkt seien die Öffnungszeiten. Nach Kibiz, dem neuen Gesetz, müssen Kindergärten mindestens 35 Wochenstunden öffnen.
Außerdem entsprächen die Räume an der Kremenholler Straße nicht den baulichen Auflagen, beispielsweise, was sanitäre Anlagen und das Außengelände anbelangt. Deshalb habe er dem Kinderhaus vorgeschlagen, sich um die Trägerschaft einer anderen Kita zu bemühen. Auch ein Andocken an eine andere Einrichtung mit ähnlicher Ausrichtung halte er für denkbar. Kibiz eröffne nun auch die Förderung privat-gewerblicher Träger. Über die Modalitäten sei er noch nicht informiert.
Den Einsatz der Kinderhaus-Leiterin für Hochbegabte wisse er zu schätzen. „Frau Scholz hat das Thema public gemacht“, lobte Nowak. Daraus erwuchs die Initiative, an der Sedanstraße eine Kita mit Schwerpunkt Hochbegabte anzusiedeln.
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