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Remscheid: Pächter des "Ratskeller" wollen Schadenersatz

VON ALEXANDRA KEMP - zuletzt aktualisiert: 15.02.2012

Remscheid (RP). Wegen des Restaurants "Ratskeller" kommt auf die Stadt Remscheid womöglich ein Gerichtsverfahren zu. Die derzeitigen Pächter haben sich einen Anwalt genommen, der auf Schadenersatz drängt. Es geht dabei um rund 150 000 Euro. Das sagt der kaufmännische Geschäftsführer Alen Kol im BM-Gespräch. "Wir fühlen uns von der Stadt aufs Eis geführt."

Alen Kol vom "Ratskeller" will sein Geld zurück.  Foto:  Jürgen Moll (Archiv)
Alen Kol vom "Ratskeller" will sein Geld zurück. Foto: Jürgen Moll (Archiv)

Der Finanz- und Hauptausschuss hatte im November beschlossen, den einjährigen Pachtvertrag mit den beiden Betreibern des Restaurants, Alen Kol und Angelos Ballas, nicht weiter zu verlängern.

Neueröffnung am 1. April

Am 28. Februar müssen sie das Lokal räumen und an ihren Nachfolger übergeben, der in dem Remscheider Restaurantleiter Eyasu Mesfun bereits gefunden ist. Dieser will das Restaurant nach Umbau am 1. April eröffnen.

Alen Kol und Angelos Ballas sind verbittert. Während des "Probejahres" war das Rathaus lange Zeit eingerüstet, so dass das Restaurant "für das Publikum nicht zu sehen war", heißt es in dem anwaltlichen Schreiben an Oberbürgermeisterin Beate Wilding, das der BM vorliegt. Über die Pläne, das Rathaus ausgerechnet dann zu renovieren, seien sie bei Vertragsabschluss nicht informiert worden, sagt Kol. Zudem sei bei ihnen bis zuletzt der Eindruck aufrecht erhalten worden, dass der Pachtvertrag um fünf Jahre verlängert wird. Von der Nachricht, dass er ausläuft, seien beide überrascht gewesen, sagt Kol. Mehrfach habe er bei Wilding um ein Gespräch gebeten, mehrfach habe diese die Termine abgesagt. "Wir wurden von vorne bis hinten nur verarscht." 150 000 Euro hätten er und Ballas im Vertrauen auf ein langes Vertragsverhältnis in Mobiliar und Reparaturen gesteckt, Geld, das sie jetzt von der Stadt zurück haben wollen. Leid tue es ihm aber vor allem auch um die zehn Beschäftigten, "für die die Mitarbeit am 28. Februar endet", sagt Kol.

Thomas Wurm vom städtischen Liegenschaftsamt, das für die Vermietung des Ratskellers zuständig ist, will zu den Vorwürfen keine Stellung nehmen. Die Rechtsabteilung bearbeite den Fall. "Wir sind dabei, eine Stellungnahme zu formulieren."

Quelle: RP
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