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Remscheid: Planer wollen eine "grüne Mitte"

VON GERHARD PICK - zuletzt aktualisiert: 03.07.2009

Remscheid (RPO). Vier Architekturbüros stellten Bürgern am Mittwochabend ihre Ideen für die "Planungswerkstatt Freiheitstraße" vor: Der Verkehr auf der B 229 soll beruhigt, das Umfeld aufgewertet und südliche Häuserzeilen abgerissen werden.

Die Landesregierung unterstützt mit dem Programm "Ziel 2" bis 2013 die Städte bei ihrem Wunsch, Stadtteile aufzuwerten. Bei der Zwischenpräsentation wurden jetzt Lösungen für die Freiheitstraße vorgestellt.   Foto: RPO
Die Landesregierung unterstützt mit dem Programm "Ziel 2" bis 2013 die Städte bei ihrem Wunsch, Stadtteile aufzuwerten. Bei der Zwischenpräsentation wurden jetzt Lösungen für die Freiheitstraße vorgestellt. Foto: RPO

Innenstadt/Südbezirk Ansehnliche Lösungsansätze boten die vier an der Planungswerkstatt Freiheitstraße beteiligten Architektenteams am Mittwoch bei ihrer öffentlichen "Zwischenpräsentation". Alle hatten sich deutlich bemüht, in der Auftaktveranstaltung zwei Tage zuvor erhaltenen Anregungen in ihre Pläne einzubauen. Bei allen blieb die Freiheitstraße aber weiterhin ein ungelöstes Problem. Dabei hatten drei Teams interessante Vorschläge zur Beruhigung und In-Wert-Setzung dieser Verkehrsader entwickelt.

Doch weder die Idee einer zweispurigen Allee mit breiten Gehwegen, durch die sich der Verkehr quälen würde, konnte so richtig überzeugen. Noch fand die "Beruhigung" durch eine breite Fußgänger-Querung im zentralen Bereich an der alten Villa Frantzen Zustimmung. Dort soll durch Ampelsteuerung und womöglich auch besondere Pflasterung dem fließenden Verkehr Einhalt geboten werden. Da müsse noch nachgearbeitet werden, um Schutz gegen überhöhte Schadstoff-Werte, Eindämmung der Lärmbelastung und Anforderungen an moderne Verkehrsführung unter einen Hut zu kriegen.

Info

Abschluss im August

Projekt "Freiheitstraße – vom Transitraum zur Drehscheibe entwicklen" – so heißt der zweite Planungsauftrag im Rahmen des vom Planungsbüro BKR Essen erarbeiteten Entwicklungskonzepts für Stachelhausen, Blumental, Honsberg und Kremenholl.

Abschlusspräsentation Die Abschlusspräsentation der vier am Verfahren beteiligten Planungsbüros ist am 17. August, 17 Uhr, Verkaufsgebäude ThyssenKrupp an der Papenberger Straßeam selben Ort. Danach trifft sich am selben Tag die Auswahlkommission.

Einen Platz à la Stachus

Besser sah es mit den Überlegungen aus, Stachelhausen durch Bau- und landschaftsplanerische Maßnahmen ein neues, positives Profil zu geben. Da hatten sich die vier Büros eine Menge ausgedacht, um dem Ortsteil zwischen Kraftstation, Frantzen-Destille und Frantzen-Villa eine neue, grüne Mitte zu schaffen. Einen "Stachus" kreierte das Team "B.A.S.", das bei seinem Wunsch, "vom vitalen Kern zum lebendigen Quartier" zu kommen, auf Mischung von Wohnraum, Handel und Dienstleistungen im heterogenen Quartier setzte. Es konnte sich sogar als Teil mehrerer Erholungsräume einen Regenwasser-Teich am Bahndamm vorstellen. Für das Team "Sequenz 4" ist "Stachelhausen, eine grüne Perspektive für die Stadt", was in der Planung mit grünen Inseln, "permakulturelle Terrassen" und einem konsequenten Verkehrs-Stopp an der Villa-Frantzen erreicht wird, wo alle Teams die wichtigste Verbindung der südlichen Stadtteile zur Innenstadt sehen.

Mauselöcher beseitigen

"Schüler und Mersmann" wollen dazu die Straßen nach Blumental, Honsberg und Kremenholl von einem zentralen Platz aus überschaubar lenken, und zudem der heutigen Bahntrasse statt mehrerer "Mauselöcher" eine neue, breitere Unterführung geben. Radikal wird an einen Rückbau der ständig an Wert verlierenden Wohnbebauung an der südlichen Seite der Freiheitsstraße gedacht, um Platz zu schaffen.

Weit in die Landschaft hinein schaut der Club L 94. Dessen "Reißverschluss-Modell" führt die "Stadtteile, die zur Stadtmitte wollen" in einem breiten Grünzug hinter der Kraftstation vorbei und über die Freiheitsstraße zur Stadtmitte. Engstellen sind dabei die Querungen von Bahndamm und Freiheitsstraße.

Quelle: RP

 
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