Remscheid: RB 47 – Bundespolizei ermittelt Unfallursache
VON JOACHIM RÜTTGEN - zuletzt aktualisiert: 07.07.2007Remscheid (RPO). Freie Fahrt für die Regionalbahn 47 zwischen Güldenwerth und Lennep. Seit Donnerstag, 18.18 Uhr, verkehren die Züge des Müngsteners wieder planmäßig, nachdem sechseinhalb Stunden zuvor die Achse eines Drehgestells an einem Güterwaggon an einer Weiche herausgesprungen war. Die Strecke musste daraufhin ab 11.45 Uhr komplett gesperrt werden.
Die Bahn richtete mit drei Fahrzeugen einen Busnotverkehr ein. Ein Werkstattwagen der Bahn transportierte eine hydraulische Maschine zur Unglücksstelle, um den Waggon wieder auf die Schienen zu setzen.
Die Ursache für den Unfall ermitteln derzeit die Bundespolizei und das Eisenbahnbundesamt. „Wir klären, ob es sich um einen technischen Defekt am Güterzug oder an der Weiche gehandelt hat“, betonte gestern Norbert Peters, Pressesprecher bei der Bundespolizeiinspektion in Düsseldorf auf Anfrage der BM.
Dass durch den Zwischenfall mehrere Schwellen beschädigt wurden, bestätigte Bahnsprecher Peter Grundmann. Die Beseitigung erfolge in den nächsten Tagen. Alle Gleise seien aber uneingeschränkt nutzbar. Durch die Sperrung fielen auf der Strecke Solingen-Remscheid-Wuppertal zwei Züge komplett aus und zwischen Güldenwerth und Lennep 38 Züge.
Dass es am Donnerstag nach zahlreichen Zwischenfällen in den vergangenen Monaten (umgestürzte Bäume, Sturmwarnung, Steine auf den Gleisen, Bahnstreik) schon wieder den „Müngstener“ traf, findet Grundmann „so bedauerlich“. Es handele sich aber nicht um eine Häufung gleicher Ereignisse. „Das können sie alles nicht absehen, es handelt sich wirklich um einen puren Zufall, dass immer wieder die RB 47 betroffen ist“, meinte er. Die Strecke sei völlig in Ordnung und in einem guten Zustand.
Natürlich stelle die Topografie im Bergischen schon besondere Anforderungen an die Bahn, deshalb habe man ja auch in den vergangenen Wochen die Vegetation entlang der Strecke systematisch durchforstet, Bäume gefällt und Sträucher zurückgeschnitten. „Nach den jeweiligen Zwischenfällen haben wir immer auch die Infrastruktur überprüft und das getan, was zu machen war“, erläuterte Grundmann. Die Strecke sei für die Fahrgäste auf jeden Fall sicher.
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