Remscheid: Realschule hilft Schülern bei Berufswahl
VON GERHARD PICK - zuletzt aktualisiert: 25.01.2010Remscheid (RPO). Ein halbes Jahr lang fieberten Schülerinnen und Schüler der Klasse 9b der Alexander-von-Humboldt-Realschule mit ihrer Lehrerin Kerstin Röhrig-Stephan dem Tag der Offenen Tür ihrer Schule entgegen. Am Samstag durchschnitten Tugba, Saskia und Adrianna das rot-weiße Flatterband und eröffneten unter dem Beifall zahlreicher Gäste das neue Berufsorientierungsbüro (BOB) ihrer Schule.
Im BOB hat Berufswahl-Koordinatorin Röhrig-Stephan bessere Möglichkeiten als bisher, Schülern bei der Berufswahl und Orientierung über weitere Bildungsmöglichkeiten zu helfen. Hier sind alle Aktivitäten rund um die Berufswahl gebündelt. Zum Beispiel die Beratungs- und Hilfe-Aktionen der außerschulischen Partner. Die Bundesagentur für Arbeit ist dabei, die Solinger Firma PE-Creativ, AOK und Techniker-Krankenkasse, Allianz und Wirtschafts-Junioren stehen bei der Zusammenstellung von Bewerbungsunterlagen mit Rat und Tat zur Seite. Mit im Boot sind auch die Volksbank und das Bündnis "Fit für den Job" von Stadt, Arbeitsagentur und Wirtschaft.
Dank der finanziellen Unterstützung von 2800 Euro durch das Landesprojekt "Zukunft fördern" und des Engagements der Berufswahl-Koordinatorin Röhrig-Stephan und ihrer Schüler ist im obersten Stockwerk des Schulgebäude ein heller, einladender Raum entstanden. Eine gemütliche Sitzecke lädt zum Verweilen ein, ein "runder Tisch" zu Beratungsgesprächen, und zwei Computer-Arbeitsplätze erlauben es Schülern, sich während der Öffnungszeiten des BOB an vier Tagen Informationen über Berufe und weiterführende Schulen aus dem Internet zu holen, Bewerbungstraining online zu üben oder gleich fiktive Bewerbungen und Lebensläufe zu schreiben, um sie anschließend begutachten zu lassen.
"Die PC sind mit dem Schulnetz verbunden", erklärt Bernd Schaub, der sich um die Informationstechnik kümmert, "jeder Schüler hat seine eigene Kennung." So können auch Computer in den Informatik-Räumen für die Berufs-Orientierung genutzt werden. Die fängt bereits im achten Schuljahr mit Bewerbertraining in der Volksbank an und sieht weitere Maßnahmen vor: Praktika und Informationen über Berufe und Sozialversicherungen sowie über einen "Business-Knigge". Der Hilfekatalog endet mit individuellen Beratungsgesprächen im 10. Schuljahr. Mit beeindruckendem Erfolg. "Wir sind stolz darauf, bis Ende der zehnten Klasse jeden Schüler da unterbringen zu können, wo er nach zweijähriger Berufswahlvorbereitung untergebracht werden möchte", erklärt Ulrike Wirth, die stellvertretende Schulleiterin.
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