Remscheid: Reisen, jobben, lernen
zuletzt aktualisiert: 05.01.2007Remscheid (RPO). Auf begrenzte Zeit fremde Kulturen und Lebensweisen entdecken – diesen Traum erfüllen sich immer mehr junge Menschen. Wer den Schritt wagt, sollte sich gut informieren, rät Verena Hanneken von „Step In“.
Offen, mutig und anpassungsfähig müssen sie sein – die jungen Leute, die Erfahrungen im Ausland sammeln wollen. Die Angebotspalette wird mittlerweile immer größer, die Länder immer ausgefallener. Doch wer den Schritt in eine ungewisse Zeit wagt, sollte sich vorher gut informieren und eine geeignete Organisation für die Reise auswählen. BM-Mitarbeiterin Dorothee Klee sprach mit Verena Hanneken, Leiterin der Kommunikations- und Eventabteilung der Organisation „Step In“, über die verschiedenen Programme.
Frau Hanneken, welche Möglichkeiten gibt es auch für Remscheider Schüler, Auslandserfahrungen zu sammeln?
Hilfe bei Jobsuche
„Step In“ bereitet seine Teilnehmer mit Infobriefen und Workshops sowie einem Online-Reiseforum auf den Aufenthalt vor. Die Organisation beantragt das Visum und bucht die Flüge.
Vor Ort gibt es ein Team, das während der ganzen Zeit als Ansprechpartner dient.
Nach einem Einführungsseminar hilft es bei Formalitäten, bei der Jobsuche oder bei persönlichen Problemen.
Hanneken 15- bis 18-Jährige können am „High School“-Programm teilnehmen. Dort geht es meist in die USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Südafrika, England oder Irland. Man kann sich auch für Frankreich, Spanien, Argentinien und Brasilien oder Schweden entscheiden. Außerdem ist bei uns Holland ganz neu im Programm.
Welche Programme bieten Sie denn ganz speziell für junge Erwachsene an?
Hanneken Als Überbrückungsprogramm zwischen Schule und Studium machen viele „Work & Travel“. Der Gedanke ist, dass man herumreist und seine Reisekasse durch Jobben aufbessert. Dort sind die Länder Australien, Neuseeland und Kanada führend. Aber das geht natürlich auch in Europa – in England, Irland und Spanien. Außerdem kann man als Au Pair ins Ausland gehen. Das bieten wir für die USA an und zurzeit auch noch für Europa. In Australien gibt es außerdem das so genannte „Demi Pair“-Programm, bei dem man zur Hälfte Kinder betreut und zur anderen Hälfte an einem Sprachkursus teilnimmt. Wer als Au Pair oder Demi Pair ins Ausland will, muss allerdings Nachweise in der Kinderbetreuung haben und seine Erfahrungen dokumentieren können.
Was verbirgt sich hinter „Work Experience“?
Hanneken Bei „Work Experience“ werden Sprachkursus und Arbeiten, zum Beispiel in einem Hotel, kombiniert. Der Arbeitsplatz steht vorher fest. Ein weiterer Baustein ist das „Teach & Travel China“-Programm. Dort wird man als Englischlehrer eingesetzt, muss aber keine Vorkenntnisse im Lehrberuf haben. Außerdem bieten wir „Volunteer“-Programme in Lateinamerika, Afrika und Indien an. Bei diesen sozialen Projekten arbeitet der Teilnehmer für vier bis zwölf Wochen im Tier- oder Naturschutz.
Was ist denn jungen Leuten zu empfehlen, die bereits Berufserfahrung haben und ins Ausland gehen möchten?
Hanneken Das Praktikumsprogramm ist bestens für die jungen Leute geeignet. Es richtet sich an Studenten beziehungsweise Berufsanfänger. Denn es sollten gewisse Vorkenntnisse vorliegen. Das kann der Finanzbereich sein, Marketing, Tourismus, Medien oder der naturwissenschaftliche Zweig. Dabei handelt es sich um individuell zugeschnittene Programme in Australien, Kanada oder England, bei denen vorher abgeklärt wird, welcher adäquate Arbeitgeber in Frage kommt.
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