Remscheid: Remscheid hilft
zuletzt aktualisiert: 15.01.2008 - 17:54Remscheid (RPO). Auch vier Monate nach der verheerenden Flutkatastrophe in Südostasien sind die Straßen im Süden Sri Lankas noch übersät von Schutt und Müll. Kleidungsreste fliegen durch den Dreck, ruinierte Möbel liegen im Straßengraben. „Die Menschen lächeln nicht“, sagt Ursula de Groote, die sich im Arbeitskreis der Aktion „Remscheid hilft“ engagiert. Gerade hat sie Sri Lanka besucht und dabei hoffnungsfroh stimmende Projekte vorgefunden, wie sie dem Arbeitskreis jetzt berichtete.
Daneben hat sie aber auch die Lethargie der Menschen gespürt, die mit lähmendem Entsetzen vor ihrer zerstörten Existenz stehen. Von den rund 74000 Euro, die bislang auf dem Remscheider Spendenkonto eingegangen sind, sind 32000 Euro als Soforthilfe in die Küstenregion im Süden Sri Lankas geflossen. Weitere 15000 Euro sollen in ein Siedlungsprojekt in Weligama fließen.
Bei der Vergabe der Spendengelder wird sehr darauf geachtet, dass die Mittel gezielt eingesetzt werden. Beispielsweise zur Anschaffung dringend benötigter Materialien in Schulen und Waisenhäusern und zum Kauf von Werkzeugen, die einzelnen Betroffenen helfen, ihr Gewerbe wieder aufzubauen.
Dass Kontaktpersonen aus Remscheid die Spendenmittel vor Ort persönlich übergeben oder über vertrauenswürdige Personen und Organisationen verteilt haben, scheint die Remscheider Aktion von anderen Hilfsmaßnahmen zu unterscheiden. „Man hat den Eindruck, dass gerade die großen Hilfsorganisationen das Geld derzeit parken“, vermutet Hans-Georg Wenke von der Ceylon-Direkthilfe, die als Partner der Remscheider Aktion mit im Boot ist.
Auch Sozialdezernent Burkhard Mast-Weisz sieht die Stärke des Arbeitskreises darin, dass hier „Menschen um einen Tisch sitzen, die eine enge Bindung zum Land haben.“
So haben die Reisen der Remscheider Ehepaare Wolfgang und Martha Meyer sowie Astrid und Ingo Sommer gezeigt, dass gerade mit kleinen Beträgen viel erreicht werden kann.
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