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Remscheid: Remscheid, Stadt der Vielfalt

VON STEFANIE BONA - zuletzt aktualisiert: 28.09.2009

Remscheid (RPO). Zum Auftakt der Interkulturellen Wochen präsentierte sich die Stadt in der ganzen Vielfalt der vielen Nationen, die hier leben. "Wir alle sind Remscheid", sagte OB Wilding. Gruppen und Vereine gestalteten das Programm.

Mit türkischer Folklore leisteten diese jungen Tänzerinnen ihren Beitrag zur Eröffnungsfeier der Interkulturellen Woche. Bis Dezember machen Konzerte, Vorträge und Ausstellungen auf das Thema Integration aufmerksam. Foto: RPO
Mit türkischer Folklore leisteten diese jungen Tänzerinnen ihren Beitrag zur Eröffnungsfeier der Interkulturellen Woche. Bis Dezember machen Konzerte, Vorträge und Ausstellungen auf das Thema Integration aufmerksam. Foto: RPO

Remscheid ist multikulti, und die Vielfalt der Nationen und Kulturen ist bereichernd. So lautete das Fazit der vielen Besucher beim Auftakt zu den Interkulturellen Wochen 2009. "Wir alle sind Remscheid. In unserer Stadt herrschen Dialog, Toleranz und Respekt", rief Oberbürgermeisterin Beate Wilding den rund 150 Gästen zu, die am Freitagabend im Vaßbendersaal und später auch davor von einem farbenprächtigen Kulturprogramm bestens unterhalten wurden.

"Misch mit!", lautet das Motto der bundesweiten Wochen der ausländischen Mitbürger, und dieser Aufforderung waren die Remscheider Organisationen, Verbände und Vereine in großer Zahl gefolgt. Allen voran der Jugendrat, der zum ersten Mal an den Planungen zu den Interkulturellen Wochen mitgewirkt hatte.

Info

In Zahlen

Multinational In Remscheid leben 114 Nationalitäten. Mit einem Migrationsanteil von 32 Prozent liegt die Stadt an dritter Stelle in NRW. 50 Prozent der Erstklässler kommen aus Zuwandererfamilien.

Interkulturelle Wochen Das Programm läuft bis in den Dezember.

www.miteinander-in-remscheid.de

"Wir haben nur ein Ziel: Unsere Zukunft in Remscheid gemeinsam zu gestalten", sagte Dennis Staniol, Vorsitzender des Gremiums, in dem je zur Hälfte deutsche und ausländische Jugendliche zusammenarbeiten.

Auf welchen Wegen Migranten teils vor Jahrzehnten nach Remscheid kamen, zeigten verschiedene Porträts, die im Saal ausgehängt waren. Menschen aus der Türkei, aus Liberia, dem Iran oder aus Sri Lanka hatten aus unterschiedlichen Gründen ihrer Heimat den Rücken gekehrt, um schließlich dauerhaft in Deutschland zu leben. Schlechte wirtschaftliche Bedingungen im Herkunftsland, mangelnde Bildungschancen oder auch Krieg und Vertreibung bewegten die Menschen dazu, den Schritt in die Migration zu wagen.

Svetlana Goetzke aus Kirgisistan hingegen kam der Liebe wegen nach Remscheid. Die Dolmetscherin lernte ihren Mann bei einem Hilfseinsatz in ihrer Heimatstadt kennen, als die Remscheider Feuerwehr einen Wagen für die Region spendete. Als Übersetzerin stand sie ihm damals zur Seite und macht sich heute für die Integration in Remscheid stark.

Eine von drei starken Frauen, die von Moderator Rahime Diallo vorgestellt wurden. Im Laufe des Abends ging es in den Interviews dann auch um Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte, die in der Werkzeugstadt zu Hause sind, und um Migranten, die sich hier mit Erfolg als Unternehmer engagieren und Arbeitsplätze schaffen.

Natürlich unterstrichen die Farbigkeit von Musik und Folklore und das internationale Büfett das gute Miteinander der Remscheider. "Ohne die Migranten würden unserer Stadt eine Menge an Glanzlichtern verloren gehen", hob Beate Wilding hervor. Und im Hinblick auf die Rechte aller in Remscheid lebenden Menschen forderte Migrationsausschuss-Vorsitzender Luigi Costanzo: "In der Vielfalt liegt unsere Zukunft. Integration muss bedeuten, gleich zu sein und verschieden sein zu dürfen."

Quelle: RP

 
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