Remscheid: Remscheider Scooter für den FDP-General
VON HENNING RÖSER - zuletzt aktualisiert: 30.04.2010Remscheid (RPO). Mit einem kleinen, aber feinen Geschenk verließ Christian Lindner (31), Generalsekretär der Bundes-FDP, gestern Nachmittag das Industriegebiet am Jägerwald. Am Ende eines Rundgangs durch die Räume und Hallen des Sport- und Freizeitartikel-Herstellers Hudora hatte ihm Geschäftsführer Dr. Maximilian Dornseif einen Scooter überreicht.
Das Besondere an dem kleinen Roller: Das Trittbrett ist in den liberalen Parteifarben Blaugelb gehalten und trägt den Schriftzug FDP. Lindner jauchzte beglückt, solche feinen Überraschungen sind im Wahlkampf selten. Zufrieden zog er mit seinem NRW-Kollegen Joachim Stamp nach seinem zweistündigen Besuch weiter zum nächsten Termin nach Wermelskirchen – seiner Heimatstadt.
Design im Internet
Der Roller ist ein Unikat. "Hoogoo" heißt die neue Firma, die Dornseif als Hudora-Ableger im März als Plattform für eine neue Marketingidee gegründet hat. Im Internet können Kunden den Scooter individuell gestalten. Das Urlaubsfoto aus Italien oder der Schnappschuss aus dem Stadion können ebenso als Vorlage dienen wie das Leopardenmuster von Mutters Strumpfhose. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Das Foto wird auf dem Computer hochgeladen, dann zeigt ein Menü auf dem Bildschirm, wie das Motiv auf der Trittfläche des Rollers aussieht. 98 Euro kostet der Spaß, nach gut einer Woche wird die Einzelanfertigung nach Hause geliefert. Beklebt werden die Scooter in Remscheid. Lindner und Stamm versuchten sich gestern kurz am Anbringen einer Folie, ließen dann aber den Fachmann ran.
Ein Geschenk für Kinder oder für Geschäftskunden könne dieser Roller sein, sagt Jutta Westphal, die mit einer kleinen kreativen Gruppe den Kern von Hoogoo bildet. Ein junges Team. Der Firmen-Stempel mit einem Wal etwa wurde beim "Kreativabend" von Hand geschnitzt.
Die Idee, Massenware mit einem individuellen Kick zu versehen, kam den Hoogoo-Machern im vorigen November. "Wir waren auf der Suche nach neuen Absatzmärkten", sagt Jutta Westphal. Nun soll die Idee weitergetrieben werden. Zur Fußball-Weltmeisterschaft bringen die Remscheider in den nächsten Wochen einen Kicker auf dem Markt, dessen Seitenwände individuell gestaltet werden können. Obwohl das Produkt noch gar nicht zu kaufen ist, gibt es schon Nachfragen. Langfristig will man weitere Produkte ins Programm nehmen – auch solche, die nicht aus dem Hudora-Sortiment stammen.
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