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Remscheid: Rezept zur Rettung gesucht

VON STEFANIE BONA - zuletzt aktualisiert: 07.02.2008

Remscheid (RPO). Der Kulturausschuss befasste sich mit der Frage, wie die Stadtteilbücherei Lüttringhausen erhalten werden kann. Jetzt sollen die Bibliotheksfachleute Vorschläge erarbeiten. Der W.i.R.-Antrag wurde vertagt.

Die Stadtteilbibliothek Lüttringhausen, hier beim Besuch von Clarenbach-Grundschülern, soll dem Sparzwang zum Opfer fallen. Foto: RPO

Die Wählergemeinschaft in Remscheid (W.i.R.) hat die Sparbeschlüsse zur Sanierung des städtischen Haushaltes in vollem Umfang mitgetragen. Die Schließung der Lüttringhauser Stadtteilbücherei allerdings, soll nun nach einer neuerlichen Überlegung der Fraktion möglichst vermieden werden. Wie die BM berichtete, setzt die W.i.R. auf neue Konzepte und ehrenamtliches Engagement, um für die Menschen im „Dorf“ die kulturelle Einrichtung zu erhalten.

Denn es sei „unangemessen und ungerecht“, die nötigen, aber die Bürger besonders hart treffenden Haushaltseinsparungen ausschließlich auf die Lüttringhauser abzuwälzen. Außerdem könne durch den Erhalt der Bibliothek an der Gertenbachstraße ein Publikumsmagnet erhalten bleiben. Dazu legte die Partei jetzt einen Antrag vor, der bei der Sitzung des Kulturausschusses am Dienstagabend besprochen, eine Entscheidung jedoch vertagt wurde.

Info

Der W.i.R.-Vorschlag

Die W.i.R. schlägt vor, dass die beiden Vollzeitstellen, die in Lüttringhausen aus Spargründen abgebaut werden sollen, aus dem Personal-Bestand der Bücherei (Hauptstelle, Lennep, Lüttringhausen) kompensiert werden sollen.

Vorschläge, wie man die beschlossenen Einsparungen möglicherweise in allen Standorten der städtischen Bibliothek erreichen kann, sollten zunächst von den Verantwortlichen der Bücherei selbst eingebracht werden. Mit dieser Empfehlung des Ausschussvorsitzenden Karl Heinz Humpert (CDU) erklärte sich auch W.i.R.-Vertreter Thomas Brützel einverstanden. Wobei Humpert dem Anliegen, dass die Verwaltung zur Gründung eines mittlerweile ins Gespräch gebrachten Fördervereins eine maßgebliche Rolle spielen solle, eine klare Absage erteilte: „Per ,Ordre de Mufti‘ lässt sich doch solch ein Verein nicht gründen. So etwas muss wachsen“, befand er. Bürgerschaftliches Engagement ließe sich nicht ohne Unterstützung aufbauen, konterte Brützel: „Natürlich kann die Verwaltung keinen Verein gründen. Sie muss aber den Initiatoren Hilfestellung anbieten.“

Während sich alle anderen Fraktionen im Ausschuss mit einer Bewertung des W.i.R.-Vorstoßes zurückhielten, war die Einschätzung der Freien Demokraten eindeutig: „Das vorgelegte Konzept ist äußerst fragwürdig. Sparen heißt nämlich weniger Geld ausgeben. Das ist der W.i.R. offensichtlich nicht klar“, erklärte FDP-Mann Philipp Wallutat. Und setzte noch eins drauf: „Dieser Antrag konterkariert die Sparbemühungen des Rates.“

Quelle: RP

 
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