Remscheid: Ringen im Rotationstheater
VON BERNWARD LAMERZ - zuletzt aktualisiert: 25.08.2007Remscheid (RPO). Das Team um Reintraud Schmidt-Wien, die Chefin der Kleinkunstbühne, kämpft weiter mit den Folgen des Unwetters, dessen Wassermassen die Räume in der Altstadt verwüstet haben. Die Hilfsbereitschaft ist beachtlich.
In einem gestern verschickten Newsletter an die Freunde des Theaters dankt Rotations-Chefin Reintraut Schmidt-Wien den zahlreichen Spendern, durch deren Hilfsbereitschaft bislang die „allerschlimmsten Schäden“ hätten beseitigt werden können. Nach dem sintflutartigen Regen am Beginn der zweiten Augustwoche waren die sehr tief gelegenen Bühnen- und Nebenräume des Theaters schwer in Mitleidenschaft gezogen worden.
Die Unterstützer des Theaters, dessen Versicherungen in einem solchen Fall nicht einspringen, haben nicht nur Geld aufs Konto überwiesen, sondern auch das große rosafarbene Sparschwein gefüllt, das im Rotationscafé an der Kölner Straße aufgestellt ist. Bei einem Benefizkonzert am vergangenen Sonntag mit Dr. Mojo wurden allein 500 Euro gespendet, die Künstler Uli Spormann und Klaus Stachuletz stellten ihre Gage zur Verfügung.
Das Konto
Wer fürs Rotationstheater Spenden überweisen will, tut dies unter dem Stichwort „Wasserschaden“ auf folgendes Konto:
Nr. 345 769 Stadtsparkasse Wuppertal
BLZ 350 500 00
Noch ist viel zu tun, damit die neue Spielzeit am 31. August beginnen kann. Auf insgesamt 10 000 Euro werden die Gesamtkosten für die Wiederherstellung der Theaters geschätzt. Die durchnässten Teppichböden sind herausgerissen worden, Podeste mussten neu gebaut werden. Allmählich trocknen die Wände und Böden (Malermeister Tesche aus Cronenberg hat zum ermäßigten Preis einen Luftentfeuchter zur Verfügung gestellt). Anfang nächster Woche können womöglich die neuen Teppichböden verlegt werden, für die die Firma Teppich Partner einen günstigen Preis gemacht hat.
Einige Wände seien so verschimmelt, dass sie erneuert werden müssen, schreibt Schmidt-Wien. Auch die Toiletten sind beschädigt und müssen erneuert werden. Hier werde die Sanitärfirma Egon Siebert einspringen – und zwar so gründlich, dass es künftig im Theater auch eine zusätzliche Damentoilette gibt.
Unterdessen haben sich zwei weitere Künstler für eine Benefizveranstaltung zugunsten es Theaters zur Verfügung gestellt: Am Sonntag, 16.September, um 16 Uhr präsentiert der Zauberer und Entfesselungskünstler Guido Hoehne mit seiner Partnerin Mirande eine Hommage an die Varieté-Künstler der 20er Jahre. „Alles Fauler Zauber“ ist der Abend untertitelt, der Eintritt ist frei, aber selbstredend wird um Spenden gebeten. Und auch das rosa Sparschwein im Rotationscafé wartet weiter darauf, reichlich gefüttert zu werde.
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