Remscheid: „Schaufenster“ – Warten auf den Brief vom Land
VON ALEXANDRA KEMP - zuletzt aktualisiert: 10.05.2007Remscheid (RPO). „Die Hausaufgaben seitens der Unternehmen sind gemacht“, sagt Erbschloe-Firmenchef Klaus W. Kühn. Nun sei die Stadtverwaltung am Zuge. Nachdem das Konzept des „Schaufensters der Wirtschaft“ vergangene Woche der Politik vorgestellt wurde, ist nun Abwarten angesagt.
Denn jetzt müsse das Land darlegen, mit welchem Betrag das Projekt gefördert wird, erläutert Kühn auf BM-Anfrage. „Bisher gibt es noch keine schriftliche Bestätigung.“
Um einen entsprechenden Bescheid muss sich die Stadt kümmern. „Das Verfahren läuft“, sagt dazu Sven Wiertz, Referent der Oberbürgermeisterin. Details will er nicht nennen, da Vertraulichkeit über das Projekt vereinbart worden sei.
70 Unternehmer wollen sich im „Schaufenster der Wirtschaft“ am neu zu bauenden Hauptbahnhof präsentieren und sind mittlerweile auch bereit, sich mit eigenem Kapital zu engagieren. Der Zusammenschluss in einer GmbH sei dabei nur eine von mehreren möglichen Lösungen, berichtet Kühn. Auch ein Fonds sei denkbar. Ein Konzept werde noch auf den Tisch gelegt. „Vom Prinzip her sind sich alle einig.“ Dass mit der Verkleinerung rund ein Viertel der Fläche wegfalle, „ändert nichts am Konzept“, betont Kühn. Er glaubt daher nicht, dass auch die Förderung kleiner ausfallen könnte. Im Raum steht ein Betrag von rund 1,4 Millionen Euro an Landesmitteln, die in das Regionale-Projekt fließen sollen. Außerdem steht die Stadt mit rund 600 000 Euro im Wort.
Erleichterung zeigte SPD-Fraktionschef Hans Peter Meinecke. Beschleunigend auf das Projekt wirke sich die Zusicherung der Unternehmen aus, dass die Stadt Remscheid keinerlei weitere Kosten übernehmen müsse und von allen finanziellen Risiken freigestellt werde. So zitiert ihn das Internet-Diskussionsforum „Waterbölles“. Offensichtlich wollen die Firmenchefs auch eine Bürgschaft übernehmen, falls die Stadt bei einem Scheitern des Projektes die Landesmittel wieder zurückzahlen muss.
Kritiker für sich gewonnen
„Ich selbst bin der Meinung, dass die ernsthafte Planung der Unternehmer, denen ich vertraue, endlich eine feste Basis für das Projekt darstellt“, schreibt Meinecke weiter. Damit haben die Wirtschaftsbosse schon viel erreicht, haben sie doch mit Meinecke einen der größten Kritiker für sich gewinnen können. Sobald die Finanzierung des Schaufensters in trockenen Tüchern ist, wollen die Unternehmer laut Kühn die Einzelheiten des Projektes gemeinsam mit der Stadtverwaltung öffentlich vorstellen.
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