Remscheid: Schnee zu schwer für die Dächer
zuletzt aktualisiert: 03.02.2010Remscheid (RPO). Bis in den späten Abend waren gestern über 150 Feuerwehrleute damit beschäftigt, Dächer von einer erdrückenden Schneelast zu befreien. Wichtigster Einsatzort war das Teo Otto Theater.
Auf einer Dachfläche von 1000 Quadratmetern lag der Schnee teilweise 70 Zentimeter hoch, der sich zudem durch Regen und Schneeregen noch vollgesogen hatte und sehr schwer war. "Die Belastung ist höher, als die Statik erlaubt", berichtete Sven Wiertz vom Büro der Oberbürgermeisterin. 61 Feuerwehrleute räumten das Theaterdach, der Schnee wurde anschließend mit Lastwagen auf den Schützenplatz gefahren. Unterstützung erhielt die Berufsfeuerwehr von den Freiwilligen Feuerwehren Nord, Hasten sowie aus Wuppertal und Solingen.
Auch im Industriegebiet Jägerwald hatten die 90 Einsatzkräfte Unterstützung aus den Nachbarstädten, von den Freiwilligen Wehren und auch dem THW. Am Jägerwald hatten Statiker schon am frühen Abend Einsturzgefahr bei den Hallen verschiedener Unternehmen festgestellt. Schneeräumen war angesagt. Gegen 20 Uhr wurde die Wehr noch zu einem weiteren Einsatz gerufen: In Lüdorf war eine Reithalle gefährdet.
Die Stadt warnte gestern auch die Bevölkerung vor Einsturzgefahr an Flachdächern. Liege zuviel Schnee auf dem Dach und regne es, könnte das zulässige Gesamtgewicht überschritten werden. An den städtischen Flachdächern seien zwar jüngst keine größeren Mängel aufgefallen. Doch angesichts des "extrem langen Winters" ging Thomas Judt vom Gebäudemanagement lieber auf Nummer sicher und schloss zahlreiche Sporthallen.
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