Remscheid: Schulen und Kitas heute dicht
VON BIRTHE ROSENAU UND KRISTINA HELLWIG - zuletzt aktualisiert: 03.02.2010Remscheid (RPO). Die meisten Kinder und Jugendliche bleiben heute zu Hause: Sie haben schneefrei. Gestern ging ab dem Nachmittag auf vielen Straßen nichts mehr. Die Feuerwehr musste Dächer vom Schnee befreien – auch am Theater.
Die erste Entscheidung fiel am späten Nachmittag: Wegen der anhaltenden Schneefälle und der damit verbundenen Risiken auf den Schulgeländen und -wegen bleiben heute alle öffentlichen Schulen geschlossen. Das hat die Stadt mit der Bezirksregierung abgestimmt. Betroffen ist auch der Betrieb der Offenen Ganztagsschulen.
Gegen 20 Uhr entschied die Stadtspitze dann, dass auch die meisten städtischen Kindergärten heute nicht öffnen – wegen der Schneelast auf den Dächern, begründete Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz. "Das können wir aus Sicherheitsgründen nicht riskieren." Allein die Einrichtungen Eberhardstraße, Bergisch Born und Fürberg, wo das Flachdach bereits vom Schnee befreit wurde, können geöffnet bleiben. Heute soll ein Dachdecker die Dächer prüfen.
Straßenverkehr bricht zusammen
Nach tagelangen heftigen Schneefällen kristallisierten sich gestern zwei Hauptprobleme heraus: Die vielen Flachdächer von Sporthallen, Firmen und auch von Privatgebäuden ächzen zunehmend unter der Schneelast und müssen frei geschippt werden. Ebenso oft mussten Feuerwehr und Polizei, vom Technischen Hilfswerk unterstützt, ausrücken, um festgefahrene Lkw an den Straßenrand zu schleppen. Insgesamt 65 Einsätze zählte die Feuerwehr bis 21 Uhr.
"Es geht fast gar nichts mehr, überall hängen Fahrzeuge quer", klagte Armin Schötz, Geschäftsführer der Taxizentrale, bereits am frühen Nachmittag. "Wir schaffen vielleicht noch einen Kilometer pro Stunde." Nur noch die dringendsten Fahrten wurden angenommen. Die Stadtwerke konnten viele Bushaltestellen nicht bedienen.
Auf den Durchfahrtsstraßen kam gegen Abend der Verkehr zum Erliegen. Die Polizei sperrte die Morsbachtalstraße, die Gerstau und die Cronenberger Straße wegen umgestürzter Bäume und liegen gebliebener Laster. Allein zwischen 12 bis 15 Uhr wurde über 300-mal der Notruf gewählt. Der Winterdienst war pausenlos im Einsatz, musste jedoch oft unverrichteter Dinge wieder fahren. Bis 21 Uhr räumten die REB noch mit acht Fahrzeugen die wichtigsten Straßen.
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