Remscheid: Schutzinsel für Fußgänger
VON JOACHIM RÜTTGEN - zuletzt aktualisiert: 29.02.2008Remscheid (RPO). Zunächst wird an der Bushaltestelle in Vieringhausen 9 eine Ampel verlegt, um eine bessere Anbindung an die Trasse zu ermöglichen. Jetzt soll an dieser Stelle eine Querungshilfe aufgedübelt werden – Kosten: 9500 Euro.
Viel Lob für die Bauverwaltung gab es im Seniorenbeirat. Verkehrsingenieur Udo Wilde hatte eine Vorlage präsentiert, die an der Bushaltestelle in Vieringhausen 9 eine Fußgängerschutzinsel vorsieht. Zur Erinnerung: Um den Besuchern der Trasse des Werkzeugs eine bessere Überquerung der Bundesstraße zu ermöglichen, hatte die Verwaltung auf Druck der Politik für etwa 30 000 Euro die vorhandene Ampelanlage um gut 100 Meter nach oben versetzt.
Das rief die Seniorenpolitiker auf den Plan. Sie hatten zwar im Rat für die Verlegung der Ampel gestimmt, kritisierten aber nun, dass in Vieringhausen 9 eine Überquerungshilfe fehlt. Die Verwaltung sollte schnell für Ersatz sorgen, damit auch die Buskunden gefahrlos die Straße überqueren können und nicht zur Ampel laufen müssen. „Die Versetzung der Ampel hätte sich die Verwaltung sparen können, eine Querungshilfe für die Trasse hätte ausgereicht“, betonte Georg Gregull, Vorsitzender des Seniorenbeirates. Man sei aber sehr zufrieden, dass die Verwaltung reagiert habe, bevor etwas passiert sei.
BV berät am 12. März
Ein Problem sieht die CDU im Bauausschuss in der künftigen Straßenbreite von 3,25 Metern. „Normal sind 3,50 Meter. Die Verwaltung hat aber signalisiert, dass das Problem zu lösen ist“, berichtete Sprecherin Rosemarie Stippekohl. Grundsätzlich sehe sie keine Gegenstimme für die Insel.
Der Bauausschuss hat das Thema am Dienstag nicht behandelt, da sich zunächst die BV Alt-Remscheid am 12. März mit dem Thema auseinandersetzen soll. Der Bauausschuss entscheidet dann endgültig in nächster Sitzung.
Die Statistikstelle im Bürgeramt hatte festgestellt, dass im Bereich der Straße Vieringhausen von der Einmündung Stockder Straße bis zur Büchener Straße genau 53 Senioren im Alter von 60 Jahren und älter wohnen. Weiter erklärte die Verwaltung, dass eine Querungshilfe in Form eines Zebrastreifens am Standort der ehemaligen Fußgängerampel aus verkehrsrechtlichen Gründen nicht möglich ist – deshalb der Vorschlag einer Fußgängerschutzinsel.
Sie könnte nach Vorstellung von Wilde genau an der Stelle der ehemaligen Ampel gebaut werden. Sie wäre zwei Meter tief, für beide Fahrstreifen bliebe eine Breite von je 3,25 Meter. Allerdings müssen zwei Pflanzscheiben und zwei Parkplätze geopfert werden. Die neue Insel besteht nach Angaben von Wilde aus zwei Kunststoffelementen (wie auch die Insel an der Lenneper Straße auf Höhe der Kantstraße) und ist aus einer alten Maßnahme vorhanden, müsste nur durch eigenes Personal aufge-dübelt werden – Kosten: 9500 Euro.
Wie CDU-Sprecherin Rosemarie Stippekohl betont, sei die ganze Geschichte schon „etwas unglücklich“. „Einfacher wäre es gewesen, die komplette Bushaltestelle zu verlegen, was sich aber aus Platzgründen nicht realisieren lässt“, erklärte sie. Da aber beide Übergänge vor allem von Kindern, Radfahrern und Senioren rege genutzt werden, sei die Maßnahme nötig.
Udo Wilde bezeichnet die Lösung als „schönen Kompromiss, der auch finanzierbar ist“. Obwohl er aus fachlicher Sicht auch damit hätte leben können, eine Fußgängerschutzinsel auf Höhe der Trasse anzubringen und die Ampel an der Bushaltestelle nicht zu versetzen. Aber er sei an den Beschluss des Rates gebunden.
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