Remscheid: Sekundarschule soll kommen
VON SOLVEIG PUDELSKI - zuletzt aktualisiert: 11.11.2011Remscheid (RP). SPD, FDP und Grüne einigen sich auf ein Schulkonzept. Künftig soll es statt vier nur zwei Schulformen geben: Gymnasien und integrierte Schulen. Eltern werden dazu befragt. Am Rosenhügel soll die Sekundarschule entstehen.
Zwei statt vier Schulformen in der Sekundarstufe – das ist ein Kernpunkt im Konzept zur Schulentwicklung für die nächsten zehn Jahre. Darauf haben sich SPD, Grüne und FDP geeinigt. Abitur in neun und in acht Jahren heißen die Alternativen. Ganztagsunterricht soll ausgebaut werden. SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Peter Meinecke wertete die Einigung gestern als zweites großes Werk der Ratsmehrheit – nach dem Sparpaket. Die CDU sieht Parallelen zu ihren Forderungen, eine Einigung rücke näher.
Wie startet der Prozess? Im frisch sanierten Gebäude der Hauptschule Rosenhügel soll eine Sekundarschule zum Schuljahr 2013/14 eingerichtet werden, die auch die von den beiden Gesamtschulen abgelehnten Kinder aufnimmt. Sie kooperiert mit der Albert-Einstein-Gesamtschule – nicht zuletzt, um einen Übergang zur Sekundarstufe II zu gewährleisten und den Weg zum Abitur in neun Jahren zu ermöglichen. Die Hauptschule soll zum nächsten Schuljahr auslaufen.
Nächste Schritte
Klausurtagung Das Konzept zur Schulentwicklung wird am Montag mit anderen Fraktionen und Schulvertretern diskutiert, am 17. November ist es Thema in der Schulausschuss-Sitzung.
Berufskollegs Beantragt wird, dass ein Neubau für das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung am Standort Neuenkamp untersucht wird.
Welche Schulformen wird es nicht mehr geben? Gymnasien bleiben. Haupt- und Realschulen sollen sich nach Vorstellung der Ampel in integrierte Schulformen verwandeln. Das können die Gesamtschule und die Sekundarschule sein, die Rot-Grün in Nordrhein-Westfalen jetzt per Schulgesetz ermöglicht.
Wie wird dieser Prozess in Gang gesetzt? Die Ampel appelliert dringend an weiterführende Schulen, die Umwandlung zu diskutieren – vor allem das Schulzentrum Hackenberg und die Alexander-von-Humboldt-Realschule.
Was wird aus dem Vorschlag, eine dritte Gesamtschule zu errichten? Mittelfristig soll eine dritte Gesamtschule entstehen – in einem Neubau oder vorhandenen Gebäuden.
Gibt es einen Standort? Nein, aber Lennep ist nicht im Gespräch, um keine Konkurrenz zum Schulzentrum Hackenberg und dem Röntgen-Gymnasium aufzubauen.
Warum entsteht die Sekundarschule nicht in Klausen? Im Schulzentrum ist nur Platz für zwei Züge, mindestens drei müssen es laut Schulgesetz sein (75 Schüler). Rosenhügel hat ausreichend Räume.
Sind die vier Gymnasien im Bestand gesichert? Ja. Damit alle ausreichend Anmeldungen bei rückläufigen Schülerzahlen haben, sollen sie nur dreizügig sein. Ins Schulzentrum Klausen soll das Weiterbildungskolleg (Abendrealschule) einziehen. Das sichere den Fortbestand des Leibniz-Gymnasiums, für den sich die Bezirksvertretung Lüttringhausen unisono stark machte.
Wie werden Eltern eingebunden? Es soll dazu Anfang 2012 eine wissenschaftlich begleitete Elternbefragung geben.
Frage des Tages
Internet Bisherige Berichterstattung unter www.rp-online.de/remscheid
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