Remscheid: Senioren besichtigen ihr Heim
VON STEFANIE BONA - zuletzt aktualisiert: 19.03.2010Remscheid (RPO). Im Herbst werden die Bewohner der Stockder Stiftung in ihr angestammtes Domizil zurückkehren. Zurzeit leben sie im alten Lenneper Krankenhaus. Gestern schauten sie sich die Baustelle an.
Mit einem Frühlingsfest läuteten gestern Nachmittag Bewohner und Mitarbeiter der Stockder-Stiftung die letzte Etappe vor dem endgültigen Umzug im Herbst ein. Passend dazu hatten die Senioren ihre Stippvisite auf der Baustelle unter das Motto "Auf dem Weg nach Hause" gestellt.
Im Oktober 2006 war die Einrichtung aus den alten Gebäuden ausgezogen. Im ehemaligen Lenneper Krankenhaus fand man ein Domizil auf Zeit. Von den 60 Heimbewohnern machte sich gestern knapp die Hälfte auf den Weg nach Vieringhausen, um gemeinsam mit Gästen aus Verwaltung, Politik und der Geschäftsleitung der Trägergesellschaft Bergische Alten- und Pflegeeinrichtungen Remscheid gGmbH den Fortgang der Bauarbeiten unter die Lupe zu nehmen.
Die Altenheime
Vorgeschichte Die Stadt Remscheid konnte ihre Altenpflegeinrichtungen nicht mehr alleine tragen und fand in der Bergischen Diakonie Aprath eine Partnerin für die städtischen Heime Haus Lennep und Stockder Stiftung.
Umzug Wenn die Arbeiten wie geplant im September bzw. Oktober 2010 abgeschlossen sein werden, wird ein Teil der Senioren vier Jahre im Lenneper Übergangsdomizil verbracht haben.
Blick auf das neue Zuhause
Im mit Frühlingsblumen dekorierten ehemaligen Speisesaal bot sich den Senioren bei Kaffee und Häppchen ein Blick auf ihr künftiges Zuhause, wo das Dach bereits gedeckt ist und die letzten Fenster gerade eingebaut werden. Dass nach vielen Schwierigkeiten die Zukunft der Altenpflegeeinrichtung nun sichtbare Formen annimmt, freut alle. "Man kann sehen, was passiert, und erahnen, dass die Arbeiten dem Ende zugehen", sagte Gerhard Schönberg, Geschäftsführer der Trägereinrichtung.
"Auch ich gehöre zu denjenigen, die nach vielen Diskussionen, manchen Sorgen und auch den Dingen, die wir Bewohnern und Mitarbeitern zugemutet haben, den Umzug kaum erwarten können", gestand Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz. Damit spielte er auf die vielen Rückschläge an, die sämtliche Planungen immer wieder über den Haufen geworfen hatten. Bürokratische Hindernisse mussten aus dem Weg geräumt werden, die Förderrichtlinien des Landes erschwerten den Umbau am alten Standort, und schließlich gab es auch noch durch die geforderte europäische Ausschreibung Verzögerungen.
In dem grundsanierten Anbau und einem Neubau, der direkt an bestehende Gebäudeteile anschließt, werden nun 80 geräumige Appartements für pflegebedürftige Menschen eingerichtet. Dass die direkt am Straßenrand gelegene, den Stadtteil prägende Villa erhalten werden konnte, freut nicht zuletzt die Bürger in Vieringhausen. In dem historischen Bau sollen seniorennahe Dienstleistungen wie Fußpflege, Krankengymnastik oder auch Arztpraxen angesiedelt werden. "Wir freuen uns, bald wieder hierher zurückzukehren", betonte Einrichtungsleiter Stefan Brosch. Und seine Stellvertreterin Eva Tyrol-Keil verriet lächelnd: "Heute war eine ganz wunderbare Stimmung im Haus. Alle haben sich schick angezogen, und der Friseur hatte jede Menge zu tun."
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