Remscheid: „Spätlese“ feierte 30-Jähriges
VON MICHAEL MÖLLER - zuletzt aktualisiert: 06.11.2007Remscheid (RPO). Mit 250 Gästen hatte Organisator Werner Franken gerechnet. Doch zur Geburtstagsfeier kamen 320 Besucher. Sie erlebten ein abwechslungsreiches Programm mit viel Musik und Anekdötchen.
Mit so einem Andrang hatte wohl niemand gerechnet. „Ich freue mich, dass wir zur Jubelfeier der geselligen Remscheider Spätlese eine so bunte Runde geworden sind. Dass sie so bunt werden würde, hatte allerdings keiner geglaubt“, meinte Werner Franken, Hauptorganisator des bekannten Seniorentreffs. Zum 30-jährigen Bestehen wurden im Remscheider Hof Stühle für 250 Gäste aufgestellt. Über 320 kamen schließlich. So wurde es richtig eng, aber auch richtig schön.
Gut zwei Stunden Programm hatten Franken und sein Team auf die Beine gestellt. Mit dabei Ex-OB Reinhard Ulbrich, Bass Dietrich Kämmler, Sopran Claudia Rübben-Laux, Harald Jüngst am Klavier und natürlich die Chorharmonisten. Bürgermeister Lothar Krebs vertrat die erkrankte Oberbürgermeisterin Beate Wilding. Viel Musik bestimmte die Geburtstagsfeier, die nur durch eine Spende der Stadtsparkasse Remscheid ermöglicht wurde, betonte Franken.
Unterstützung
Wer bei der Spätlese mitarbeitet, tut dies durchweg ehrenamtlich. Seitdem sich Gerd Stamm im Juli 2005 aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen musste, übernahm Werner Franken die Organisation. Er wird seit Januar 2007 von Maritta Ahlgrimm tatkräftig unterstützt. Infos zur Spätlese und weiteren Treffen gibt es bei Franken unter Tel. 0 21 91/34 16 71.
Nicht nur in seiner Laudatio erinnerte Reinhard Ulbrich immer wieder an die eigentliche Gründerin der Spätlese, Hilde Großkopf, die im vergangenen Jahr starb. Auch ein großes Plakat mit ihrem Porträt zierte den Saal und ließ die, so Ulbrich, „umtriebige und kontaktfreudige Mutter der Spätlese“ mitfeiern. Dass sich ein Verein mit Kaffee, Kuchen und viel Musik 30 Jahre hält und zu seinem Geburtstag über 300 Personen begrüßen darf, sei kaum bei einem anderen Verein zu finden, hob er hervor.
40 Personen hätten sich am 3. November 1977 erstmalig auf der kleinen Veranda des Schützenhauses beim Gründungstreff zum „Rentnertreff“ versammelt. Im Dezember wären es dann schon 137 Senioren gewesen – und man habe den Namen „Gesellige Remscheider Spätlese“ für die regelmäßig einmal im Monat stattfindenden Veranstaltungen gefunden. Ulbrich zeichnete einige Stationen der Spätlese nach, erinnerte an den Tod von Oskar Großkopf und das drohende Aus der Runde, die Schirmherrschaft durch Oberbürgermeister Willi Hartkopf, die Unterstützung durch Rat, Politik und Bürger und schließlich die Rettung der Veranstaltung.
Mittlerweile kämen zwischen 100 und 300 Personen monatlich zusammen. Immer sei die Spätlese auf Spenden der Besucher und anderer Bürger und Institutionen angewiesen. Ulbrich erinnerte an die wechselnden Veranstaltungsorte bis 1995, als die „Heimatlosen“ im Remscheider Hof ein Zuhause fanden, das sie noch heute kostenlos beherbergt. Als besondere Geste der Verbundenheit verloste das Hotel unter den Gästen drei Gutscheine für zwei Personen.
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