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Remscheid: SPD: Röntgen-Stadion raus aus der "Giftliste"

VON HENNING SCHLÜTER - zuletzt aktualisiert: 22.03.2010

Remscheid (RPO). Reinhard Ulbrich, gerade von der Versammlung für weitere zwei Jahre als Vorsitzender des Sportbundes Remscheid bestätigt, konnte sich ein zufriedenes Lächeln nicht verkneifen. Nicht nur, dass die Mitgliederversammlung am Samstag zwei Eckpfeiler für die künftige Sportbund-Arbeit (Verschlankung des Vorstandes, Satzungsänderung bezüglich des Sport-Forums) einmütig absegnete. Zudem sorgte ein von Ulbrich gespielter und vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Hans Peter Meinecke verwerteter Steilpass für Aufsehen.

Ulbrich hatte zur Sparliste und den Sport betreffenden Kürzungsvorschlägen Stellung genommen und am Beispiel des für den Verkauf vorgesehenen Röntgen-Stadions gefragt: "Wo ist eigentlich die integrierte Stadtentwicklungsplanung, in der auch der Sport gehört wird?"

Die Antwort gab er selber ("Wir sind nicht gefragt worden") – was in Ulbrichs Augen die Planung karikiert. Eben diese Vorlage nahm Meinecke an und trat als Vollstrecker auf, der die Planer der "Giftliste" aufs Korn nahm: "In Sachen Röntgen-Stadion werden wir uns eine Auszeit gönnen und überlegen müssen, ob alles sinnvoll ist, was bisher vorgesehen war."

Da der geplante Verkauf "auch für uns überraschend kam" und zudem die Frage nach Altlasten im Boden nicht geklärt sei, fand Meinecke: "Wir müssen uns in den nächsten Jahren der Frage annähern, was geschehen soll." In die gleiche Kerbe hieb Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz. Er betonte erneut, ein Verkauf des Stadions komme nur in Frage, wenn adäquater Ersatz geschaffen werden könne.

Positiv empfand Mast-Weisz, dass sich der Sport in Remscheid "nicht als Totalverweigerer" präsentiert, sondern sich als Partner bei der Suche nach Einsparmöglichkeiten sieht. So gab Ulbrich beispielsweise grünes Licht für die Kürzung der Zuwendung an die Vereine und eine zehnprozentige Erhöhung der Nutzungsgebühren für Sportstätten. Ein Veto legte er dagegen ein, den Vereinen mehr Schlüsselgewalt einerseits, andererseits aber auch höhere Betriebskosten aufzuerlegen. Dazu sagte Mast-Weisz, man müsse überlegen "vielleicht an einer anderen Stelle einen Ausgleich zu finden".

Einmütige Ergebnisse gab's schließlich bei den Neuwahlen. Neben Ulbrich bilden künftig Stefan Schürmann, Dr. Ralf Flügge, Hochen Hartenstein und Sonja Ruhrmann den Sportbund-Vorstand. Im deutlich aufgewerteten Sportforum sind künftig Dirk Heinz (TuRa Remscheid-Süd), Norbert Tix (Remscheider SV), Markus Kluft (Lüttringhausener TV), Klaus Hesse (TV hasten), Erwin Rittich (TG Lennep), Andreas Flüs (FC Remscheid) und Jutta Paul-Fey (SG Remscheid) vertreten.

Quelle: RP

 
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