Remscheid: Spende für sechs neue Häuser
zuletzt aktualisiert: 15.01.2008 - 17:52Remscheid (RPO). Das Spendenaufkommen für die Aktion „Remscheid hilft“ der Stadt Remscheid ist seit gestern sechsstellig. Einen Scheck über 30000 Euro übergab Ingo Müller-Lüneschloß, Direktor der Stadtsparkasse, an Oberbürgermeisterin Beate Wilding. Seit dem Start der Aktion im Januar hatten Bürger, Initiativen, Schüler und viele andere 77000 Euro auf das Spendenkonto der Stadt überwiesen.
Von dem Geld sollen im Süden Sri Lankas sechs Häuser für Familien gebaut werden, die durch den Tsunami im Dezember nicht nur ihr Heim, sondern auch oft den Ernährer verloren haben. Durch Mitglieder des Arbeitskreises Remscheid hilft, die über familiäre Bande mit der Gegend ständig in Kontakt stehen, war man auf die Hilfsbedürftigen aufmerksam geworden. Durch das mittlerweile entstandene Netzwerk zwischen Remscheid und Sri Lanka sei sicher gestellt, dass das Geld auch für den beabsichtigen Zweck genutzt werde, sagte Martin Sternkopf vom Arbeitskreis.
Beim Transfer des Geldes hilft die Ceylon-Direkthilfe aus Leichlingen, die sich seit Jahren in Südostasien engagiert. Dass die Sparkasse sich für „Remscheid hilft“ engagieren wollte, stand schon länger fest. Mit der Übergabe des Geldes habe man aber bewusst gewartet, bis eine konkretes Spendenziel zur Verfügung stand, sagte Müller-Lüneschloß gestern vor der Presse. Man wollte wissen, wo das Geld hingeht. Die stolze Summe kam zusammen, weil der Betriebsrat der Sparkasse beschloss, zugunsten der Flutopfer auf das alljährliche Mitarbeiterfest zu verzichten. Die Sparkasse rundete die dafür zur Verfügung stehende Summe noch einmal auf.
Aber auch in kleinerem Rahmen hält die Spendenbereitschaft der Remscheider an. So werden auch aus dem Sponsorenlauf des Röntgen-Gymnasiums Gelder auf das Konto von „Remscheid hilft“ fließen. Auch die Ausstellung des Remscheider Fotografen Gerd Krauskopf, die derzeit noch im Rathaus zu sehen ist, regt immer wieder Menschen an, für das Remscheider Hilfsprojekt zu spenden, berichtete Sven Wiertz, der persönlicher Referent der Oberbürgermeisterin, gestern gegenüber der Presse.
Krauskopf war im März auf eigene Kosten in den Küstenstreifen zwischen Galle und Matara gereist, um die Folgen des Tsunami zu dokumentieren. Die 90 Bilder seiner beeindruckenden Ausstellung zeigen ein „Paradies in Not.
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