Remscheid: Stadtteilbücherei – Vertrag sichert Existenz
VON SOLVEIG PUDELSKI - zuletzt aktualisiert: 30.06.2009Remscheid (RPO). Die Stadtteilbücherei Lüttringhausen ist gerettet, obwohl der Ratsbeschluss, rund 87.000 Euro bei diesem Etatposten einzusparen, nicht aufgehoben wurde. Vorgesehen war, die Bücherei Ende 2010 zu schließen. Nun werde eine kürzlich frei gewordene Stelle nicht mehr besetzt, der Sachkostenetat um 34.000 Euro gekürzt und die Öffnungszeiten werden reduziert, berichtete Schul- und Sozialdezernent Burkhard Mast-Weisz auf Nachfrage unserer Redaktion.
Eine entsprechende Vereinbarung hätten alle Ratsfraktionen sowie der Förderverein Lütteraten, der den Betrieb durch ehrenamtliche Mitarbeit unterstützen möchte, unterschrieben. Den formalen Beschluss fasste der Stadtrat nach der Sommerpause.
"Möglich ist dies alles nur durch das große Engagement der Lütteraten und des Heimatbundes", betonte Mast-Weisz, erleichtert dieses Signal noch vor den Sommerferien geben zu können. Es berge die große Chance, aus der Bildungseinrichtung ein "Stadtteilhaus" zu machen. Wie die BM berichtete, wurde die gute Botschaft beim Bürgerempfang in Lüttringhausen bekannt gegeben. Sie sei das Ergebnis intensiver Gespräche zwischen den "Lütteraten", dem Heimatbund, Büchereiteam, dem Kulturdezernenten Dr. Christian Henkelmann und ihm, sagte Mast-Weisz.
Als Patendezernent und Interims-Kämmerer hatte er der BV versprochen, mit nach einer Lösung für die Bücherei zu suchen, nachdem die Bezirksvertreter kurz davor waren, den Ratsbeschluss aufheben zu wollen. Davor hatte er ausdrücklich gewarnt.
Über ein Jahr hätten die Lüttringhauser aufgezeigt, welchen Stellenwert die Bücherei für sie, für den Ortsteil habe – allen voran die Lütteraten. Der Vereinsvorstand bat nun um Klarheit, wie es um die Zukunft der Bücherei bestellt ist, "um sich weiter um Sponsoring und Spenden, auch für neue Medien, bemühen zu können", sagte Mast-Weisz.
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