Remscheid: Stadtwerke: Gas-Leck war eine Ausnahme
zuletzt aktualisiert: 03.08.2010Remscheid (RPO). Wegen eines Lecks in einer Gasleitung hatte die Feuerwehr Anfang voriger Woche zehn Wohnhäuser an der Buschstraße geräumt. Rund 30 Menschen mussten bis in die Nacht einige Stunden in Notunterkünften verbringen bzw. in einem Bus der Stadtwerke, während die Leitung repariert wurde. Gas war in Höhe einer Baustelle aus kleinen Rostlöchern einer alten Stahlleitung ausgetreten. Es war bereits der zweite Gasalarm an der Buschstraße, die seit Wochen Baustelle ist, innerhalb weniger Wochen.
Leitungen werden überprüft
Müssen auch Anwohner an anderen Stellen in der Stadt fürchten, dass aus alten, brüchigen Leitungen Gas ausströmt? Das sei sehr unwahrscheinlich, sagte Stadtwerke-Sprecherin Dr. Rita Hentzel auf BM-Nachfrage. "Die Buschstraße war ein Sonderfall, wie ihn Experten hier in 40 Jahren nicht erlebt haben." Im 380 Kilometer langen Gasleitungsnetz der Stadt bestünden nur noch ein paar wenige Kilometer aus jenen mit Bitumen ummantelten Stahlleitungen, wie sie an der Buschstraße liegen. Diese Methode stamme aus der Zeit vor 70er-Jahren.
Auch diese Kilometer werde man bald austauschen. "Wir haben eine Prioritätenliste", sagt Hentzel. Die speist sich aus den Erkenntnissen, die bei den regelmäßigen Rohrprüfungen gewonnen werden. Im Turnus von vier Jahren werde jede Gasleitung in Remscheid untersucht. Auch die 13 000 Hausanschlüsse werden dabei mit geprüft.
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