Remscheid: Starke Frauen im Teo Otto Theater
VON CHRISTIAN PEISELER - zuletzt aktualisiert: 12.06.2008Remscheid (RPO). Die Wuppertaler Bühnen zeigen in der nächsten Spielzeit drei Opern- und zwei Schauspielinszenierungen. Das Westdeutsche Tournee-Theater bringt als Premiere einen Skakespeare-Abend heraus. In der Sparte Tanztheater gibt es eine neue Zusammenarbeit mit „tanz köln“.
Kartenvorverkauf
Der Almanach für die neue Spielzeit liegt an der Theaterkasse aus. Ab dem 12. August beginnt der Kartenvorverkauf unter Tel. 16 26 70. Karten können auch online unter www.teo-otto-theater.de gebucht werden. Dort stehen weitere Informationenüber die Aufführungen.
Antigone, Iphigenie, Mutter Courage, Tosca – im neuen Spielplan des Teo Otto Theaters sind die starken Frauen des Repertoires reichlich vertreten. Aber auch an Helden mangelt es nicht: Don Giovanni, Rigoletto, Hofmannsthals „Jedermann“ und Büchners „Danton“ zieren den neuen Spielplan, den Theaterleiterin Dorothee Stürmer gestern vorstellte.
Mit fünf Inszenierungen gehören die Wuppertaler Bühnen zu den bestimmenden Ensembles der neuen Spielzeit. Auch in diesem Jahr gibt es wieder zwei Premieren. Mit „Ifigenia in Tauride“ von Gian Francesco de Majo wollen die Wuppertaler zeigen, dass diese vorklassische Oper zu Unrecht im Schatten von Glucks gleichnamiger Oper steht. Mit der Operette „Viktoria und ihr Husar“ wollen sie in den Nachbarstädte zeigen, wie spannend das Genre sein kann, wenn man es ernst nimmt. Als dritte Opernproduktion kommen die Wuppertaler mit Donizettis „Liebestrank“ ins Teo Otto Theater. Die intensive Kooperation setzt sich auch im Schauspiel fort. Mit Brechts „Mutter Courage“ geht nicht nur für einen Schulklassiker der Lappen hoch. Zugleich verabschiedet sich die Schauspielerin Ingeborg Wolf mit dieser Paraderolle nach vielen Jahren als Mitglied des Wuppertaler Ensembles vom Publikum. In Remscheid sah man sie zuletzt als Dürrenmatts „Alte Dame“. Als zweite Premiere steht Albees Ehegemetzel „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ im Programm. Der Spielplan setzt auf alte Bekannte. Das Westdeutsche Tournee-Theater eröffnet seine Spielzeit mit einem Shakespeare-Verschnitt von Beat Fäh mit dem Titel „Rose und Regen, Schwert und Wunde oder ein Sommernachtstraum“. Nach einer längeren Pause spielt das Theater an der Ruhr wieder in die Werkzeugstadt. Diesmal „Dantons Tod“. Und das Berliner Ensemble zeigt Taboris „Goldberg-Variationen“ und einen Brechtabend mit der großen Maja Carmen Antoni.
Neben Aufführungen des klassisches Balletts hat Dorothee Stürmer in der Sparte Tanz eine Kooperation mit „tanz köln“ vereinbart. Die neue Version der Choreografie „pretty ugly“ von Amanda Miller feiert in Remscheid Premiere. Außerdem tritt eine der bemerkenswertesten israelischen Tanzcompagnien auf: „Upon reaching the sun“ von Rami Be’er. Der Choreograf Mateo Klemmayer zeigt eine Gala internationaler Ballettstars. Mit „Giselle M.“ holte Stürmer einen Tanzabend ins Programm, der als beste Choreographie des vorigen Jahres mit dem „Faust“ ausgezeichnet wurde. Weitergeführt werden die musikalischen Reihen „Best of NRW“ und „Klangkosmos“. Die Spielzeit eröffnet Maria Schrader als Sprecherin in einem „Antigone-Projekt“ für Männerchor und Orchester.
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