Remscheid: Sturmtief "Xynthia" sorgt für 92 Einsätze
VON ALEXANDRA KEMP - zuletzt aktualisiert: 28.02.2010 - 21:00Remscheid (RPO). Das Sturmtief "Xynthia" hielt von Sonntagmittag bis in die Abendstunden hinein die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr in Atem. Als gegen 20 Uhr die Sturmwarnung vom Wetterdienst aufgehoben wurde, hatten die Feuerwehr 65 und die Polizei in Remscheid 27 witterungsbedingte Einsätze hinter sich gebracht.
Die gravierendsten Folgen zog ein Unfall auf der Straße "Am Eichholz" (L 80) in Höhe des Industriegebietes Bergisch Born nach sich: In den Abendstunden stürzte ein Baum auf ein Auto. Wie der Einsatzleiter der Feuerwehr, Werner Roose, berichtete, wurden zwei Insassen des Wagens leicht verletzt ins Sana-Klinikum gebracht.
Ansonsten blieb es bei Sachschäden. Bäume und Astwerk stürzten auf Straßen und Gebäude, ebenso Dachpfannen. Plakatwände wirbelten umher. Am Bahnhof Lüttringhausen drohte eine Wellblech-Garage auf die Gleise zu stürzen. Sie wurde zerlegt.
Die Scharffstraße musste in Höhe der Bibliothek gesperrt werden, ebenso die Lenneper Straße, weil an Gebäuden auf einer größeren Fläche Dachpfannen herausgerissen worden waren. An der Lenneper Straße hatte sich das Firmenlogo des Stromversorgers EWR aus der Verankerung gelöst und drohte auf das darunter liegende Glasdach zu stürzen.
Es wurde gesichert, ebenso wie eine Ampelanlage am Bahnhofskreisel. Zwei mal musste die Remscheider Feuerwehr auch zur Autobahn 1 ausrücken und Äste von der Fahrbahn entfernen. Autofahrer hatten die Helfer per Handy alarmiert. Während der Arbeiten wurde die Autobahn kurzfristig gesperrt. In Lüdorf ließen die Böen ein Auto samt Anhänger auf die Seite kippen.
Um die vielen Einsätze koordinieren und abarbeiten zu können, wurde die Leitstelle der Feuerwehr personell verstärkt. Darüber hinaus waren alle Freiwilligen Feuerwehren im Einsatz. Die Windmessanlage in der Leitstelle der Feuerwehr maß zeitweise eine Windgeschwindigkeit von 110 Stundenkilometern.
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