Remscheid: Tendenz: Zustimmung
VON STEFANIE BONA - zuletzt aktualisiert: 15.02.2008Remscheid (RPO). Vor dem Marketingrat Lüttringhausen hat der Hotelier Fischer konkrete Interessenten aus dem Einzelhandel genannt, die sich auf dem Gelände zwischen A 1 und B 51 ansiedeln möchten.
Klaus Fischer, der Sprecher der Eigentümergemeinschaft des umstrittenen Plangebiets an der Lüttringhauser Straße, ließ die Katze aus dem Sack: Es gibt derzeit Anfragen von drei Filialisten, die sich auf dem Grundstück zwischen A 1 und B 51 ansiedeln möchten. „Der Vollsortimentler Kaiser’s Tengelmann, die Firma Plus, die es ja in Lüttringhausen bereits gegeben hat, und die Drogeriemarktkette ,Ihr Platz‘ haben Interesse an dem Grundstück“, erläuterte Fischer. Er war der Einladung des Marketingrats Lüttringhausen gefolgt, die Pläne näher zu erläutern, die während des Bebauungsplanverfahrens auf den Tisch kamen und gleich eine lebhafte Debatte weckten.
Das Projekt
Neben der Ansiedlung von Discountern wolle man an den Plänen für ein Ärztehaus festhalten und möglicherweise noch Platz für einen Kiosk oder Imbiss schaffen, sagte Klaus Fischer im Marketingrat. Man könne damit rechnen, dass bei Verwirklichung der ganzen Pläne zwischen 50 und 70 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Getagt wurde nur einen Steinwurf entfernt von dem Plangebiet: im Hotel Fischer. Die Eigentümergemeinschaft möchte das Grundstück nahe der Autobahn vermarkten (BM berichtete). Umfassend und offen nahm der Hotelier Fischer Stellung und schien bei den Marketingratsmitgliedern gepunktet zu haben. Mit einer endgültigen Stellungnahme möchte sich das Gremium noch bis März Zeit lassen.
Die ins Auge gefasste Hotelerweiterung sei in ihrer Größe von der Entwicklung in Remscheid abhängig, sagte Fischer. „Wenn hier weiterhin Gewerbetreibende abwandern, ist das auch für unsere Branche ein Problem.“ In Fischers Augen haben drei neue Discounter oder Fachmärkte keinen Nachteil für den Handel im Ortskern. Im Gegenteil: „ Vielleicht werden die neuen Läden sogar für eine Belebung sorgen.“
Überdies machte der Lüttringhauser deutlich, dass er seitens der Bevölkerung noch nicht eine einzige kritische Stellungnahme vernommen habe. „Ich rede jeden Tag mit unseren Gästen. Da habe ich noch nie von irgendwelchen Bedenken gehört.“
So stand Stephan Jasper (Die Grünen) mit seinen Einwänden bezüglich des Remscheider Einzelhandelskonzeptes und der Brisanz wegen der Nähe des Baugeländes zum geplanten Gewerbegebiet Blume an diesem Abend ziemlich alleine da. Politik wolle man hier ohnehin nicht machen, mahnte Marketingratsvorsitzender Heiner Düssel.
„Ich denke, dass diese Geschäfte eine Bereicherung sein könnten. Vielleicht geht es uns damit wie Ronsdorf, das allmählich auch wieder eine sichtbare Belebung erfährt“, meinte indes Sabine Martin von der Autolackiererei Schaaf. Zudem sei ein Ärztehaus eine gute Sache für Lüttringhausen. Es könnte möglicherweise neue medizinische Fachrichtungen anziehen, wurde von verschiedener Seite deutlich gemacht.
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