Remscheid: Verärgert über Dreck an der Trasse
zuletzt aktualisiert: 18.04.2008Remscheid (RPO). Das, was er bei einer Versammlung des Bürgerkreises Stachelhausen zu sehen bekam, musste Jürgen Beckmann eigentlich überzeugt haben. Da das Ordnungsamt, dessen Chef Beckmann ist, bislang die Verschmutzung auf der Trasse des Werkzeugs aus Sicht der Anwohner eher als geringfügig betrachtet hatte, fuhren die Mitglieder des Bürgerkreises nun stärkere Geschütze auf. Verschiedentlich hatten sie auf dem asphaltierten Spazierweg fotografiert und die Bilder beim Treffen in der Denkerschmette präsentiert.
„Das sind nur Momentaufnahmen. Wir stehen nicht den ganzen Tag parat und beobachten das Geschehen auf der Trasse“, betonten die Aktiven des Bürgerkreises. Die Motive zeigten ein Sammelsurium von Unappetitlichkeiten. Saufende Jugendliche, Männer, die an Hauswände urinieren oder sich über Baumscheiben übergeben. Feuerchen werden am Rande des Spazierwegs gemacht, Steine von der Brücke geworfen. Auch der historische Kesselwagen, den Dr. Rainer Frantzen von der gleichnamigen Destille auf der Trasse aufstellen ließ, wurde schon zweimal von Sprayern heimgesucht.
Diese Szenarien spielten sich vor allem an Werktagen ab, berichteten die Trassen-Anlieger. An Wochenenden werde der ehemalige Schienenweg von so vielen Spaziergängern besucht, dass eine soziale Kontrolle bestehe. Dass die Bürger mit ihren Beschwerden bei der Behörde bislang kein Gehör gefunden hätten, wies Beckmann zurück. „Wenn wir etwas gehört haben, sind wir gekommen. Doch haben wir dann nichts Gravierendes feststellen können“, erklärte er. Es liege auf der Hand, dass die Anwohner den besten Überblick über die Zustände hätten. Zudem lehnte Beckmann den Vorschlag, die Sitzbänke abzuschaffen, ab. „Sie sind ja gerade ein wichtiges Gestaltungsmerkmal der Trasse“, wandte er ein. Dem stimmten die Bürger zwar zu. Jedoch sei die Platzierung in unmittelbarer Nähe zu einem Supermarkt einfach unglücklich. „Wir hatten die Verwaltung mehrfach gewarnt, sie hier aufzustellen. Da fühlen sich die Trinker ja geradezu eingeladen“, meinte ein Anwohner. Der Bürgerkreis appellierte eindringlich an die Vertreter der Behörden, gemeinsam mit den Anliegern nach einer Lösung zu suchen.
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