Remscheid: Viel Geld fürs neue Röntgen-Museum
VON BERNWARD LAMERZ - zuletzt aktualisiert: 08.02.2007Remscheid (RPO). Dr. Uwe Busch, Projektleiter fürs komplett erneuerte Deutsche Röntgen-Museum in Lennep, macht sich derzeit jede Menge Freunde. Nicht nur in der Museums-Fachwelt, wo die Neukonzeption des Museums offensichtlich Aufsehen erregt.
Auch bei den lokalen Politikern und Verwaltungsleuten, die beispielsweise in der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses dem von Busch geschilderten Projekt- und Baufortschritt einhellig Hochachtung zollten. Dies nicht zuletzt wegen der Summe der eingeworbenen Gelder.
Insgesamt 3,65 Millionen Euro (ohne den städtischen Eigenanteil) an Finanz- und Sachmitteln sind für den ersten Bauabschnitt des neuen Museums zusammengekommen, der am Wochenende um den 23. März eröffnet wird. In dem Betrag ist neben den rund 1,2 Millionen Euro an Regionale-Geldern auch der nun auf 850 000 Euro aufgestockte Beitrag der NRW-Stiftung enthalten (Busch: „Jetzt sind wir da, wo wir hinwollten“). Zudem habe der Bundesbeauftragte für Kultur und Medien Unterstützung zugesagt. Und die Firma Siemens Medical-Solutions wolle in den Kreis der Hauptsponsoren des Museums einsteigen (Tarif laut Sponsoring-Konzept: 450 000 Euro).
Unterdessen gehen die baulichen Arbeiten in der Lenneper Altstadt in dieser Woche ihrem Ende entgegen. Auch die Edelstahlfassade soll ihr endgültiges Aussehen erhalten. Zur Eröffnung kommen als Prominente unter anderem Kulturstaatssekretär Naumann und Berthold Beitz, der 93-jährige Vorsitzende der Krupp-Stiftung – der sich solche Mühen in seinem Alter eigentlich nur noch selten zumutet.
Busch warnte übrigens vorsorglich: Die Eröffnung sei nur der erste Schritt auf einem noch langen Weg. Angesichts weiterer geplanter Ausbaustufen sei das neue Röntgen-Museum zwar betriebsfähig, aber insgesamt gesehen doch noch in einem Interimszustand. Geschätzter künftiger Mittelbedarf: fünf Millionen Euro.
Da der Projektetat kaum Geld für Parties vorsieht, war auch für die Eröffnungsfeier Kreativität gefragt: So wird eine Hauswirtschaftsklasse des Käthe-Kollwitz-Kollegs das Catering besorgen. Und Generalmusikdirektorin Pfund spannt mit der Orchesterakademie der Symphoniker den Rahmen. Kulturausschuss-Vorsitzender Humpert erinnerte angesichts derartigen Vortriebs daran, dass das Projekt Röntgen-Museum vor drei Jahren erst als letztes auf den Zug der Regionale 2006 gehievt worden sei. „Die Stadt zeigt, dass sie begeistern kann.“
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



