Remscheid: Viel Lob für Wildings Pläne
VON HENNING RÖSER - zuletzt aktualisiert: 26.04.2008Remscheid (RPO). Die Ankündigung von Oberbürgermeisterin Beate Wilding, die Strukturen in der Verwaltung massiv umzubauen und zentrale Verantwortlichkeiten etwa für Stadtentwicklung, Personal und Wirtschaftsförderung bei ihr zu bündeln, trifft auf viel Zustimmung in der Politik.
„Das ist vollkommen richtig“, sagte Wieland Gühne, Fraktionschef der Wählergemeinschaft. Es sei höchste Zeit gewesen, die vorhandenen Zustände im Rathaus zu ändern. „Das hat Frau Wilding getan. Jetzt schauen wir, ob es funktioniert.“
„Ich hoffe, das wird der Befreiungsschlag“, lobt auch Grünen-Fraktionssprecherin Beatrice Schlieper den Vorstoß der OB. „Es wird Zeit, dass die Anarchie im Rathaus beendet wird.“ Dass Wilding ihre Pläne bis zur Sitzung des Rates am Donnerstag geheim hielt, kann sie verstehen. „Sonst wäre im Vorfeld schon alles zerredet worden.“
Start zum 2. Mai
Neuorganisation der Stadtverwaltung Remscheid heißt ein knapp 100-seitiges Papier, das die OB am Donnerstag vorgelegt hat. Es stellt den geplanten Umbau vor, der ab dem 2.Mai greifen soll.
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„Vertrauen sieht anders aus“, wundert sich hingegen FDP-Fraktions-Chef Wolf Lüttinger über diese Geheimhaltung. Inhaltlich aber begrüßt auch er die angekündigten Veränderungen. „Der Ältestenrat schlägt das seit zwei Jahren vor. Einleuchtend findet er auch den neuen Zuschnitte der Dezernate. Man müsse allerdings beobachten, wie die Stadt längere Zeit ohne technischen Beigeordneten auskomme.
„Frau Wilding hat da eine sehr gute Lösung gefunden“, freut sich auch SPD-Fraktionschef Hans Peter Meinecke über die Initiative seiner Parteifreundin. „Wir sind jetzt auf dem richtigen Weg.“ Gespräche mit Mitarbeitern der Verwaltung zeigten, dass im Rathaus die Rückkehr zu einer zentralen Steuerungsverantwortung begrüßt wird. „Die Leute sind froh darüber“.
Weniger froh ist allein die CDU-fraktion, die von Wildings Vorstoß kalt erwischt wurde. Das zeigten die langen Gesichter in der Ratssitzung am Donnerstag. „Wir werden uns am Montagabend in der Fraktionssitzung mit dem sehr umfangreichen Papier der Oberbürgermeisterin beschäftigen und dann reagieren“, sagte Fraktionschef Karl HeinzHumpert gestern auf BM-Anfrage. „Schnellschüsse aus der Hüfte bringen jetzt gar nichts.“ Klar ist aber: Es gibt in seiner Fraktion Kritik daran, dass Beate Wilding zuvor über ihre Pläne kein „Einvernehmen“ mit den Ratsfraktionen hergestellt hat.
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