Remscheid: Was machen die drei Bürgermeister?
VON KRISTINA HELLWIG - zuletzt aktualisiert: 09.02.2010 - 14:28Remscheid (RPO). Vor gut 100 Tagen hat der Stadtrat Lothar Krebs, Monika Hein und David Schichel zu Bürgermeistern gewählt. Und damit die Zahl der OB-Stellvertreter von zwei auf drei erhöht. Über ihre Aufgaben sprachen die drei mit der BM.
Manchmal sind die Menschen enttäuscht, wenn Lothar Krebs zu ihnen kommt - sie hatten die Oberbürgermeisterin erwartet. Doch weil Beate Wilding nicht alle repräsentativen Termine selbst übernehmen kann, springen die Bürgermeister ein. Das ist ihre Hauptaufgabe, sagt Lothar Krebs. Der SPD-Ratspolitiker hat das Amt seit vier Jahren inne - und seitdem noch einmal einen anderen Blick auf seine Stadt bekommen, erzählt er.
Ihm gefällt besonders, dass er Einblicke bekommt in die Arbeit so vieler meist ehrenamtlicher Institutionen. „Man lernt, was sie machen und erfährt, was sie für Sorgen und Anregungen haben“, sagt Krebs. Als Bürgermeister sei er näher dran an den Menschen als „nur“ als Ratsmitglied. „Da kennt man doch vor allem seinen Wahlkreis.“
Dass sich Oberbürgermeisterin Beate Wilding oder einer ihrer drei Stellvertreter bei den Veranstaltungen der Vereine und Institutionen in der Stadt sehen lassen und sich Zeit für sie nehmen, findet Krebs unerlässlich: „Das bürgerschaftliche Engagement, das dahintersteckt, muss gewürdigt werden.“ Vor diesem Hintergrund sei auch die Einführung des dritten Bürgermeisters zu verstehen, die von der Ratsmehrheit aus SPD, FDP und Grünen angestoßen wurde.
Die Termine der OB hätten enorm zugenommen, und die anstehenden Sparmaßnahmen seien ein „furchtbarer Kraftakt“. „Wenn sie das durchstehen möchte, bleibt keine Zeit für repräsentative Termine“, sagt Krebs. Gleichwohl sei es gerade jetzt wichtig, auch über das Sparen mit den Menschen in der Stadt im Gespräch zu bleiben. „Auch das ist meine Aufgabe: zu erklären, was wir vorhaben“, sagt Krebs.
Für eine Bilanz, ob der dritte Bürgermeister tatsächlich Entlastung bringe, sei es zu früh, meint Krebs. Sein eigener Terminkalender sei schon sehr voll - vor allem in Zeiten mit vielen Veranstaltungen wie vor Weihnachten oder im Frühsommer. Als einziger Pensionär im Trio habe er allerdings die meiste Zeit.
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