Remscheid: Werkzeugtrasse – nichts zum Feiern
VON BERNWARD LAMERZ - zuletzt aktualisiert: 10.05.2007Remscheid (RPO). Der durch Planungs- und Kommunikationspannen verursachte nur 1,50 Meter breite Engpass der Werkzeugtrasse an der Stockder Straße soll erweitert werden. Jedenfalls auf annähernd zwei Meter.
Das beschloss der Bauausschuss. Knapp 6000 Euro soll das nach jüngsten Berechnungen der Stadtverwaltung kosten. 5000 Euro davon spendiert die an der Taubenstraße ansässige Firma Kleinbongartz & Kaiser („KUKKO“). Diese Nachricht überbrachte Ausschussmitglied Hans Lothar Schiffer (FDP). Die Firma wolle, dass die nervende Problemstelle der Trasse endlich beseitigt werde. Ob dafür im Gegenzug das 145 Meter Meter lange Trassenstück wie gewünscht nach den Spendern benannt wird, soll die zuständige Bezirksvertretung entscheiden.
Politiker verärgert
Nach wie vor herrscht durchgängiger Unmut unter den Politikern aller Fraktionen über die Planungs- und Abwicklungspannen bei dem offiziell bereits im vergangenen November eröffneten, 4,2 Kilometer langen Regionale-Projekt. Insgesamt wollte der Ausschuss aber trotz Verärgerung über die immer noch ausstehende Klärung der Verantwortlichkeiten die Verbesserungen zum Wohle der Trassen-Benutzer nicht weiter blockieren.
Der Engpass an der Stockder Straße ist nicht der einzige offene Punkt auf dem stadthistorischen Weg durch die Stadt. Es fehlt noch der „Werkzeugspielplatz“ am ehemaligen Bahnhof Hasten, von dem Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein im Aussschuss berichtete, er werde bald gebaut – allerdings: Mangels Geld sei nicht das vom Trassen-Architekten Kalhöfer geplante „Kunstwerk“ zu erwarten, sondern eine herkömmliche Ausführung. Unvollendet ist zudem das Trassenteilstück vorbei am neuen Edeka-Markt an der Königstraße (es fehlt ein Geländer). Ganz zu schweigen von dem mangels Brücke fehlenden Stück von der Stachelhauser Straße bis zum Hauptbahnhof.
Hans-Otto Heming vom Amt für Straßenbau sagte gestern auf Nachfrage der BM, man habe sich zum Ziel gesetzt, mit den Arbeiten am Engpass (Versetzung des Zauns, Verbreiterung und – endlich – Asphaltierung des Weges) Mitte Juni fertig zu sein. Ob es anlässlich der weiteren Vollendungsschritte auf der Werkzeugtrasse in diesem Jahr wieder ein Fest ähnlich der „Trassophonie“ im vergangenen September geben wird, ist völlig offen – wenn nicht unwahrscheinlich. Laut Heming habe man mal einen Termin zwischen dem 16. und 23. Juni angepeilt. Es könne aber auch sein, dass gar nichts passiere.
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