Remscheid: Wickie – jetzt geht’s endlich los
zuletzt aktualisiert: 09.08.2008Remscheid (RPO). Das Lampenfieber steigt. Mit gemischten Gefühlen denkt Patrick Reichel an Montag. Dann starten die Dreharbeiten zum neuen Kinofilm von Michael Bully Herbig „Wickie und die starken Männer“. Der 24-Jährige, der bislang Autos auf dem Hohenhagen verkaufte und mit seiner Freundin in Wuppertal wohnt, spielt die Rolle des Ulme, die er in einer Casting-Show gewonnen hat. Dort hatte er die Jury von seinem Talent überzeugt. „Die Versagensangst ist schon da“, sagt er. Fernsehen – das kenne er mittlerweile recht gut. Aber beim Film, das sehe wieder ganz anders aus. „Ich versuche, mir einen gewissen Grad an Spontaneität zu bewahren“, sagt er. Der Text sitzt, jetzt kann er es kaum erwarten, dass es endlich losgeht. Ob er in den nächsten Wochen und Monaten mal nach Hause kommt, hängt vom Drehplan ab. „Normalerweise bin ich für drei Monate weg, weil der Film an mehreren Orten gedreht wird“, erklärt Reichel. Bei Wickie handele es sich um einen Abenteuerfilm mit vielen Handlungswechseln. Gefilmt wird größtenteils im bayerischen Raum. Aber auch ans Mittelmeer wird Reichel mit dem Filmteam fliegen. Prominent besetzt ist der Film allemal, u.a. Christoph Maria Herbst („Stromberg“) spielt mit. Reichel hat die Filmcrew schon kennengelernt. „Eine illustre Gesellschaft“, findet er. Die Vorfreude sei groß. Bevor die erste Klappe fällt, hat sich Reichel fit für die Rolle gemacht: Im Rahmen der Casting-Show absolvierte er ein Stunttraining, einen Comedy-Workshop und einen Acting-Workshop. Und um sich noch besser vorzubereiten, belegte er den Kursus „Acting und Camera Acting“ bei Schauspieler Olaf A. Krätke, der im Wickie-Film den Urobe spielt. „Da ging es ums Handwerk, um Techniken, wie man vor der Kamera arbeiten muss, um gut rüberzukommen“, erläutert Reichel. Vor der Kamera müsse ein Schauspieler wirken, dürfe sich nicht verstecken. Er möchte sich gerne freispielen, mit Mimik und Gestik überzeugen. Bis zum Start der Dreharbeiten wird der 24-Jährige entspannen, sich mit Familie und Freunden treffen, aber auch Textlernen und Wickie-Filme anschauen. Für seinen großen Lebenstraum ist Reichel keine Mühe zu groß. Er will sich künftig voll auf seine Karriere konzentrieren, hat seinen Job an den Nagel gehängt. Dass es für Nachwuchsschauspieler viele Durststrecken gibt, ist ihm bewusst. „Ich muss schauen, mir so viel aufzubauen, dass es zum Überleben reicht“, betont er. Ende 2009 soll der Film in die Kinos kommen. Bis dahin wird er sich Nebenjobs suchen müssen, bis er vielleicht weitere Angebote bekommt. Lebensmittelpunkt soll das Bergische bleiben. Und dann hat er vielleicht auch Zeit, seine erste eigene Homepage weiter zu ergänzen. www.patrick-reichel.de
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