Remscheid: Wilding soll Schweigen brechen
zuletzt aktualisiert: 07.02.2008Remscheid (RPO). Das beharrliche Schweigen von Oberbürgermeisterin Beate Wilding (SPD) zum Stand der Verhandlungen mit dem potenziellen Investor für das „Schaufenster der Wirtschaft“ am Remscheider Hauptbahnhof will sich die CDU-Fraktion nicht länger bieten lassen.
In einer Anfrage für die heutige Sitzung des Hauptausschusses (Rathaus, 17 Uhr) fordert Frakionschef Karl-Heinz Humpert die OB zu einer klaren Stellungnahme auf. Er will wissen, ob die OB das „Schaufenster“ bereits abgeschrieben hat oder ob sie noch mit den Investoren verhandelt.
Die Zeit drängt. Längst sollte der Rat über die vom Lübecker Bahnhofsinvestor HBB vorgeschlagenen Änderungen bei der Gestaltung seines Millionen-Invests entschieden haben. Eine Zustimmung zu den neuen HBB-Plänen aber könnte das endgültige Ende der Schaufenster-Idee sein, weil dann eine am Bahnhof geplante Tiefgarage nicht mehr gebaut würde. Diese Garage würde vor allem für die Schaufenster-Nutzer gebraucht.
Humpert kritisiert, dass die Öffentlichkeit durch Presse-Berichte mittlerweile über die Absichten des Schaufenster-Investors Pre Select besser informiert sei als die Politiker. Die OB komme ihrem Informations-Auftrag nicht nach, sagte er der BM. Gleichzeitig aber fordere die Verwaltung weitreichende Entscheidungen von der Politik. Das passe nicht zusammen. Am Montag will die CDU-Fraktion das ganze Paket beraten.
Dass Wilding von den Schaufenster-Plänen inoffiziell längst Abstand genommen hat, zeigt ein Blick auf die Internetseite der SPD. Dort sieht man ein Bild vom Lenneper Karneval, wo Wilding gemeinsam mit den Remscheider Jusos zu sehen ist. Die hatten im Rosenmontagszug einen Abgesang auf das „Schaufenster“ inszeniert und sich als Bäumchen verkleidet. Eine Anspielung auf den „Bahnhofs-Garten“, den die OB statt des Schaufensters im Norden errichten will.
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