Remscheid: Wirtschaft prüft Hilfe für die MKS
VON CHRISTIAN PEISELER - zuletzt aktualisiert: 13.10.2010Remscheid (RPO). Ob die Remscheider Wirtschaft die Musik- und Kunstschule (MKS) unterstützen wird, steht noch in den Sternen. "Wir haben noch keine fertige Position", sagt Heinz-Helmut Kempkes, Vize-Präsident der Industrie- und Handelskammer. Das Thema werde aber im nächsten Bezirksausschuss im November besprochen. Für eine Entscheidung fehle ein schlüssiges Konzept über die Zukunft der MKS.
Kosten reduzieren
Die W.i.R. hat kürzlich die IHK gebeten, die Musik- und Kunstschule zu unterstützen. Sie schlug vor, die IHK könne sich in einem Trägerverein einbringen und die MKS mit ihrem betriebswirtschaftlichen Kenntnissen und durch Sachmittel zu unterstützen. Damit könnte der Zuschuss an die MKS gesenkt werden. Kempkes hatte Mitte des Jahres Bereitschaft signalisiert, das Sponsoring der Wirtschaft für Projekte in der Stadt auszubauen.
Kempkes erinnerte im Gespräch mit der Morgenpost an den Kontext seiner Äußerungen. Er habe diesen Vorschlag gemacht, als die Politik die Erhöhung der Gewerbesteuer diskutierte. Die Steuererhöhungen sind inzwischen beschlossen. Die Bereitschaft der Wirtschaft zum Sponsoring sei dadurch aber nicht gesunken, betonte Kempkes.
"Wir unterstützen in Einzelfällen", betont der IHK-Vize. Ein Engagement für die MKS hänge auch davon ab, ob ein Maßnahmenkatalog beschlossen werde, der die Kosten senkt. "Bisher habe ich nur gehört, dass die Gebühren erhöht wurden", sagte Kempkes. Ihm fehle ein Plan für eine Umstrukturierung. Der Erhalt der Musikschule sei sehr wichtig, sagte Kempkes.
Die Stadt Remscheid hat einen Gutachter beauftragt, der Modelle für die Zukunft der MKS erarbeiten soll. Das Sparpaket weist eine Kostenreduzierung von 400 000 Euro aus, das ist die Hälfte des Zuschusses von 800 000 pro Jahr. Im Januar soll das Gutachten vorliegen. Das Rechnungsprüfungsamt hat die Vorwürfe gegen die Leitung und Mitarbeiter der MKS, der Stadt Schaden durch unlautere Praktiken zugefügt zu haben, entkräftet. Die IHK wollte den RPA-Bericht abwarten, um über Hilfe nachzudenken.
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