Remscheid: Wohlgefühl dank LEG
zuletzt aktualisiert: 18.09.2006Remscheid (RPO). Die typische Mietpartei einer LEG-Wohnung ist eine Familie, erläutert Rosemarie Kasfeld, Vorsitzende des Mieterbeirates Klausen. „Die Eltern sind so um die 40, haben zwei oder drei Kinder, und meistens ist nur der Mann berufstätig. Allenfalls geht die Mutter einem Minijob nach“, beschreibt die Lüttringhauserin. Hinzu komme, dass eine zunehmende Zahl der Menschen, die in einem der LEG-Wohnhäuser in Klausen lebten, von Arbeitslosigkeit betroffen seien. „Darunter gibt es viele Hartz IV-Empfänger, die jede zusätzliche finanzielle Belastung aus den Schuhen haut“, sagt Kasfeld. Daher werde ein Verkauf des LEG-Eigentums auch so sehr gefürchtet.
Doch nicht nur die Mieten seien in den LEG-Häusern akzeptabel. Durch das Engagement der Landesentwicklungsgesellschaft habe sich Klausen in den vergangenen Jahren vom sozialen Brennpunkt zu einem liebenswerten Stadtteil gemausert. In Kooperation mit den Mieterbeiräten sei vieles zur Verschönerung der Wohnumgebung erreicht worden. „Die Menschen fühlen sich hier wohl und übernehmen Verantwortung für ihr Umfeld“, betont die Mieterbeiratsvorsitzende. Bei der Vermietung werde darauf geachtet, dass hier Mieter einzögen, die eine angenehme Wohnatmosphäre zu schätzen wüssten und mit ihr pfleglich umgingen.
Manche Familien lebten in der dritten Generation in Klausen. Etliche Bewohner seien vor 40 Jahren in die Häuser gezogen, die von der gewerkschaftseigenen „Neuen Heimat“ gebaut und später durch die LEG übernommen wurden. „Wenn die Mieter jetzt wie Ware an einen anderen Eigentümer verschleudert werden, wird sich niemand mehr mit seinem Wohnumfeld identifizieren“, befürchtet Kasfeld.
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