Solingen: 18-jähriger Unfallfahrer vermutlich zu schnell
zuletzt aktualisiert: 09.02.2010Solingen (RPO). Vermutlich war überhöhte Geschwindigkeit Ursache für den tödlichen Verkehrsunfall, bei dem am Sonntagabend auf der Merscheider Straße ein 62-jähriger Fußgänger zu Tode kam. "Ein Sachverständiger hat sich sowohl am Sonntag als auch gestern Vormittag die Unfallstelle angesehen", erklärte Polizeisprecher Michael Bartsch gestern. Die Spuren müssten erst ausgewertet werden, bevor man zur Unfallursache etwas sagen könnte.
Klar ist bislang nur, dass der 18-jährige Fahranfänger alleine in seinem VW-Polo saß und die Merscheider Straße in Richtung Ohligs fuhr. In Höhe des Kulturzentrums Cobra erfasste er den 62-Jährigen, der die Straße zusammen mit seiner Frau überqueren wollte (wir berichteten). Die 60-Jährige bleib unverletzt. Es gibt offenbar keine direkten Unfallzeugen. Nach dem Unfall fanden sich zahlreiche Menschen an der Unfallstelle ein, da in der Cobra gerade eine Wahlparty stattfand. Sie waren durch die Schreie der Frau aufmerksam geworden.
"Junge Männer sind drei Mal so oft in Unfälle mit unangemessener Geschwindigkeit verwickelt wie junge Frauen", weiß Jürgen Dahlmann, Verkehrssicherheitsberater bei der Polizei. Auch wenn im aktuellen Fall noch nicht klar ist, ob der 18-Jährige zu schnell fuhr, weiß Dahlmann, dass junge Männer häufig aus Imponiergehabe aufs Gaspedal treten. Wurden Jugendliche im Straßenverkehr auffällig, setzen Schulungen der Verkehrssicherheitsberater ein. "Wir versuchen zum Beispiel, ihnen klar zu machen, wie sich der Bremsweg verlängert, wenn man schnell fährt und was es bedeuten kann, einen kurzen Augenblick unaufmerksam zu sein", erklärt Jürgen Dahlmann.
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